Pfarrerin Merle Vokkert wirbt in Erlöserkirche um mögliche Nachfolge von Regine Vogtmann

rnEvangelische Probepredigt

„Es war ein ganz besonderes Gefühl, in dieser Kirche zu predigen, in der ich früher oft in den Kirchenbänken gesessen habe“, sagte Pfarrerin Merle Vokkert. Das möchte sie auch künftig tun.

Haltern

, 24.03.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Ihrer Predigt ging es um Leid und Leidenschaft, um die Frage, wo wir Gott in unserem Leben finden: Merle Vokkert stellte sich am Sonntag in der Erlöserkirche mit einer Probepredigt der evangelischen Gemeinde vor. Sie hat sich auf die Pfarrstelle als Nachfolgerin von Regine Vogtmann beworben – und zu Haltern hat sie eine besondere Beziehung.

„Es war ein ganz besonderes Gefühl, in dieser Kirche zu predigen, in der ich früher oft in den Kirchenbänken gesessen habe“, sagte die 45-Jährige nach dem Gottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus, wo sie sich den Gemeindemitgliedern auch persönlich vorstellte.

Merle Vokkert ist in Haltern geboren und aufgewachsen. Ihr Vater ist Dr. Heinrich Vokkert, der Vorgänger von Pfarrer Karl Henschel in der evangelischen Gemeinde in Haltern. „Geboren bin ich im Sixtus-Hospital, das war ja damals noch möglich“, so Vokkert. Aufgewachsen ist sie im Pfarrhaus direkt neben der Kirche, in dem heute Familie Henschel lebt, am Städtischen Gymnasium (heute Joseph-König-Gymnasium), machte sie ihr Abitur.

„Ein Arbeiterstadtteil, das war eine spannende Erfahrung“

Sie studierte anschließend in Bethel, Münster, Leipzig und Bochum Theologie, absolvierte Zeiten in der Alten- und Familienpflege, und trat ihr Vikariat in Dortmund-Hörde an. „Ein Arbeiterstadtteil, das war eine spannende Erfahrung“, so Merle Vokkert im Gespräch mit unserer Zeitung. Anschließend arbeitete sie als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der Gemeinde Hennen im Kirchenkreis Iserlohn, 2009 wechselte sie auf ihre erste Wahl-Pfarrstelle nach Altena, wo sie noch heute Pfarrerin ist.

Merle Vokkert bezeichnet sich als „Generalistin“. „Das muss sich auch sein, denn ich bin in Altena die einzige Pfarrerin“, sagt sie. Jugendarbeit und auch Trauerarbeit sind einige Schwerpunkte ihrer Arbeit. Und ein Herz für Kirchmusik habe sie ebenfalls, bekannte sie im Paul-Gerhardt-Haus, was ihr gleich eine Einladung einbrachte, im Chor mitzusingen.

Merle Vokkert ist mit Dr. Dietmar Kehlbreier, dem Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen, verheiratet. Auch die räumliche Nähe der Arbeitsstätten wäre für sie ein Vorteil.

Beim Wahlgottesdienst am 7. April (Sonntag) entscheidet das Presbyterium

Ob Merle Vokkert Pfarrerin in Haltern wird, entscheidet sich in einem Wahlgottesdienst am 7. April (Sonntag) um 17 Uhr in der Erlöserkirche, in dem das Presbyterium öffentlich sein Votum abgibt. Sie ist als einzige Kandidatin zur Probepredigt eingeladen worden.

„Haltern, geht das überhaupt?“, hatte sich Merle Vokkert kurz gefragt, als sie von der vakanten Stelle in der Seestadt erfuhr. „Ja, ich glaube, es geht, denn es ist inzwischen viel Zeit vergangen und ich würde mich freuen, die Stadt, die Gemeinde und die Menschen hier neu kennenzulernen“, sagt sie.

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