Polizei ging mit Pferden auf Einbrecherjagd

Einsatz in Sythen

Premiere am Montag in Haltern am See: Die Landesreiterstaffel der Polizei in Bochum hatte ihren ersten Einsatz im Kreis Recklinghausen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Einsatz.

HALTERN

, 26.09.2016, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei ging mit Pferden auf Einbrecherjagd

Waren gestern hoch zu Roß auf Verbrecherjagd (v.l.): Polizeihauptkommissar Thomas Klapper und Oberkommissar Alexander Schittenhelm von der Landesreiterstaffel Bochum.

Warum wird die Reiterstaffel in Haltern am See eingesetzt?

Die Pferdestaffel ist eine Verstärkung im Kampf gegen Wohnungseinbruch, sagt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. Er legt großen Wert darauf zu sagen, dass der Einsatz der Vierbeiner keine anderen Polizeimaßnahmen ersetzt, sondern eine Ergänzung ist.

Wo werden die Pferde in Haltern eingesetzt?

Polizeihauptkommissar Thomas Klapper und Oberkommissar Alexander Schittenhelm waren am Montag mit dem 14 Jahre alten Westfalen "Lucky Star" und dem acht Jahre alten Brandenburger Curt in Sythen unterwegs. Um 15 Uhr kamen die beiden Polizisten mit ihren Tieren an der Halterner Wache an der Dr.-Conrads-Straße an. Von dort ritten sie in Halterns größten Ortsteil, der häufig wegen seiner verkehrsgünstigen Lage von Einbrechern heimgesucht wird.

Nach der Premiere gestern in Haltern: Wie oft wird die Reiterstaffel jetzt in der Seestadt eingesetzt?

Das ist noch nicht klar. "Je nach Verfügbarkeit werden sie im Kreis Recklinghausen eingesetzt. Das heißt, sobald sich die Möglichkeit ergibt, werden wir sie nutzen", sagt Andreas Wilming-Weber.

Was sind die Vorteile einer Reiterstaffel gegenüber der Polizei im Streifenwagen, zu Fuß oder auf dem Fahrrad?

Der Blickwinkel. Von hoch oben auf dem Rücken der Pferde können die Polizisten beispielsweise in Gärten nach verdächtigen Personen ausschauen halten. Die reitenden Polizisten werden aber auch Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen im Auge behalten. Vielleicht können sie auch Einbrecher auf frischer Tat ertappen. "Nicht jeder rechnet damit, dass beim Klackern der Hufe ein Polizist um die Ecke kommt", beschreibt Inspektionsleiter Arno Langanke. Ein weiterer Vorteil: Dank der Pferde kommen die Beamten leichter mit den Bürgern ins Gespräch.

Und was soll das bringen?

Die Polizei ist auf die Mithilfe der Bürger bei der Klärung und Verhinderung von Verbrechen angewiesen, sagt Andreas Wilming-Weber. Deswegen sei ein guter Kontakt unerlässlich. "Wählen Sie bei allen verdächtigen Beobachtungen sofort die 110."

Was muss ich beachten, wenn ich als Fußgänger, Rad- oder Fahrradfahrer auf die Reiterstaffel treffe?

Trotz ihrer polizeilichen Ausbildung sind auch diese Pferde Fluchttiere. Das bedeutet, man sollte Rücksicht nehmen und beispielsweise mit dem Auto nicht zu nah an die Tiere heranfahren.

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