Restaurant "Lindenhof" feiert 50. Geburtstag

Jubiläums-Programm

Das "Restaurant Lindenhof" feiert ab Freitag (1.4.) seinen 50. Geburtstag.

SYTHEN

von Von Elke Rüdiger

, 28.03.2011, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit 50 Jahren besteht der "Lindenhof" in Sythen. Das Foto zeigt Franz (sitzend), Peter, Michael und Maria Booken (v.l.) .

Seit 50 Jahren besteht der "Lindenhof" in Sythen. Das Foto zeigt Franz (sitzend), Peter, Michael und Maria Booken (v.l.) .

Damals gehörte der Frühschoppen nach dem Gottesdienstbesuch dazu. 50 Jahre ist das her. Peter Booken lädt mit seiner Familie, Ehefrau Maria, Vater Franz, Sohn Michael, den Töchtern Simone und Ann-Kathrin, am Freitag (1.4.) zum Jubiläumsempfang ein. Ab 11 Uhr wird auf das halbe Jahrhundert des Restaurants „Lindenhof“ angestoßen. Das war nicht so geplant 50 Jahre – dabei wollten der heute 92-jährige Vater Franz und Ehefrau Anni den kleinen Bauernkotten umbauen und dann verpachten. Das geplante Lebensmittelgeschäft löste sich in Luft auf. Man riet ihm: „Eine Kneipe wirst Du immer los.“  Aus den Stallungen wurde der Saal, aus den Wohnräumen Thekenbereich und Gasträume. Toiletten und die erste Bundeskegelbahn kamen dazu. Die Kneipe wurde eröffnet. Als sich der zweite Pächter als Katastrophe erwies, sagte Vater Franz: „Das bisschen Bier verkaufen wir selber.“ Die Kneipe lief aber sehr gut, es wurde mehr und mehr, da musste sich der Bundesbahnbetriebsmeister entscheiden: Er hängte die Eisenbahn an den Nagel. So wuchs Peter Booken mit der Kneipe zusammen auf. Oft half der Knirps „Tante Änne“ in der Küche.

Später gab es nur den einen Beruf für ihn: Koch. Er lernte in Recklinghausen, ging ins „Jagdschlösschen“ in Ascheberg. Als die Tante krank wurde, kehrte er zurück, um ein halbes Jahr auszuhelfen. Diese sechs Monate dauern noch heute an. Was er aber bisher noch nicht bedauert hat. Da er ehrgeizig war, wollte er das Angebot „Frikadelle, Kotelette, Schnitzel, Pommes, Brat-, Bockwurst, Reibekuchen“ aufpeppen. Nicht nur die Leute seien heute kritischer, anspruchsvoller und informierter, er selbst wollte sich stets verbessern und weiter entwickeln. Als er 1981 Ehefrau Maria kennen lernte, gab sie ihren Beruf auf und widmete sich Familie und Restaurant. Auszubildender gesucht Michael, Simone und Ann-Kathrin wurden geboren. Die Mädchen helfen gerne, aber ihren Traumberuf sahen sie nicht im Familienbetrieb. Michael scheint der Beruf in die Wiege gelegt. Er tritt in Papas Fußstapfen – nicht nur in der Küche. Er will auf dem Laufenden bleiben und sich stets weiter entwickeln. Jetzt will der junge Küchenmeister das Team verstärken und sucht einen zweiten Azubi.

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