Riesiger Ärger über Baustellen-Ampel in Sythen

Lange Rotphasen

Lange Wartezeiten, erboste Facebook-Kommentare und keine Besserung in Sicht. Die Baustellen-Ampel an der Kreuzung Sythener Straße/Stockwieser Damm sorgt für große Verärgerung. Straßen-NRW verweist auf angebliche Alternativlosigkeit.

SYTHEN

, 16.05.2017, 16:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Riesiger Ärger über Baustellen-Ampel in Sythen

Die Ampel an der Kreuzung Stockwieser Damm und Sythener Straße sorgt für lange Wartezeiten und Ärger.

Die neue Baustellen-Ampel an der Kreuzung Stockwieser Damm und Sythener Straße nahe der Flüchtlingsunterkunft sorgt für Ärger. Kurze Grün- und lange Rotphasen sind der Auslöser. Dass dieser Umstand nicht optimal ist, gesteht Peter Beiske, Sprecher von Straßen-NRW, ein.

Er hält aber gleichzeitig fest: „Es geht nicht anders“. Durch die Baustelle gibt es nur noch eine Spur, weshalb sie immer nur aus einer der vier Richtungen befahrbar ist. Viele Betroffene machten ihrem Ärger auf diversen Facebook-Seiten Luft. „Die Rotphase dauert circa drei Minuten. Dann kommen, wenn es gut läuft, fünf Autos drüber und es ist wieder rot. Unfassbar!“, schreibt eine genervte Nutzerin.

Halbe Stunde Wartezeit

20 Minuten habe sie an der Ampel gestanden – und ist damit nicht einmal „Spitzenreiterin“ unter den Facebook-Nutzern, die in dieselbe Kerbe schlagen. Der eine Nutzer berichtet von 35 Minuten Wartezeit, ein anderer von wenigstens 15 Minuten. Einig ist man sich allerdings, dass es einen Unterschied mache, aus welcher Richtung man komme. Besonders lang sei die Standzeit vor der Ampel, wenn es vom Stockwieser Damm in Richtung Sythen/Lavesum gehen soll.

Was den Ärger noch erhöht: Fußgänger hätten in dieser Zeit „wenigstens dreimal grün und wieder rot bekommen“. Da verärgerte Menschen gerne objektive Fakten mit subjektiver Wahrnehmung vermischen, stoppte ein Mitarbeiter dieser Zeitung Rot- und Grünphasen per Hand. Das Ergebnis gibt den Facebook-Nutzern recht: 4:50 Minuten dauerte die Rotphase von allen vier Seiten. Die folgenden Grünphasen unterscheiden sich allerdings gewaltig.

40 Sekunden haben sowohl die Fahrer auf der Sythener Straße Richtung Hullern als auch die Fahrer auf dem Stockwieser Damm Richtung Sythen/Lavesum Zeit. Nur 20 Sekunden sind es hingegen bei den anderen beiden Ampeln. 14 Fahrzeuge schaffen es durchschnittliche in 40 Sekunden über die Ampel, lediglich 6 bei den 20 Sekunden. Peter Beiske erklärt: „Es gab einen technischen Defekt an den Detektoren, allerdings sorgen diese nur für eine Verlängerung der Grünphase.

"Für den Einzelnen ist es fies"

An den knapp fünf Minuten bei der Rotphase können wir nichts machen, da es an dieser Stelle eine komplizierte Verkehrslage ist.“ Die Detektoren können die Grünphase, von vorgesehenen 10 (!) Sekunden, im Bedarfsfall auf 50 Sekunden verlängern. Eine Lösung des Problems sieht sicherlich anders aus, wie auch Peter Beiske einsieht: „Für den Einzelnen ist das sicherlich fies.“ Eine gute Nachricht hat er aber dann doch noch zu verkünden: „Wir hoffen, je nach Wetterlage, Ende nächster Woche fertig zu sein – ansonsten spätestens Ende Mai.“ Für den Augenblick helfe allerdings nur Geduld.

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