Rudi-Assauer-Initiative zeichnet Stadt Haltern aus

Ehren-Amt

Die Rudi-Assauer-Initiative zeichnet Menschen und Institutionen aus, die sich für Demenzkranke engagieren. Das Ehren-Amt der Stadt Haltern am See bekam in diesem Jahr den ersten Preis für die Ausbildung von jugendlichen Seniorenbegleitern. Einige echte Fußball-Legenden waren bei der Verleihung dabei.

HALTERN/GELSENKIRCHEN

21.12.2016, 15:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rudi-Assauer-Initiative zeichnet Stadt Haltern aus

Das Foto zeigt von links: Olaf Thon, Yannick Schröer, Anna Bauer, Jona Peters, Klaudia Schild, Hermann Gröhe, Bodo Klimpel, Magdalena Hovenjürgen; vorne am Scheck: Felix Vofrei und Nurserra Özer.

Seit 2010 werden jährlich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 zu ehrenamtlichen Seniorenbegleitern in einer zertifizierten Fortbildung ausgebildet. Zurzeit befinden sich die Schüler in der Praktikumsphase. Der theoretische Ausbildungsabschnitt wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen. Im Februar werden sie ihre Zertifikate erhalten.

Am Montagnachmittag war die Freude unter den Gästen und Förderpreisträgern im festlich dekorierten Restaurant „Schalker Markt“ in der Veltins-Arena groß, als Rudi Assauer (72) in Begleitung seiner Tochter Bettina Michel und einigen Freunden zur Verleihung des Preises erschien. Der langjährige Schalke-Manager ist selbst von Alzheimer betroffen. 2006 wurde die Krankheit bei ihm diagnostiziert, seit Ende 2011 wohnt er bei seiner Tochter, die ihn pflegt. Er gab durch seinen offenen Umgang mit der Diagnose den Anstoß zur Vereinsgründung.

Moderator Werner Hansch

Der FC Schalke 04 unterstützt die Initiative. Fünf Preise und der Rudi-Assauer-Medienpreis (500 bis 4000 Euro, Gesamtsumme 9200 Euro) wurden diesmal vergeben. Sportreporter Werner Hansch, Vorsitzender des Beirats, moderierte die Veranstaltung. Die Fortbildung der jugendlichen Seniorenbegleiter, die Laudatio wurde von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gehalten, belegte dabei den ersten Platz. 

Klaudia Schild, Mitarbeiterin des Ehren-Amtes und Koordinatorin des Kurses, die Teilnehmer des siebten Seniorenbegleiterkurses, Kursleiterin Magdalena Hovenjürgen und Bürgermeister Bodo Klimpel erhielten einen Scheck über 4000 Euro zur Fortsetzung des Projektes, den Fußball-Weltmeister Olaf Thon überreichte. Alle Preisträger erhalten zudem ein außergewöhnliches Kunstobjekt: ein in Glas gefasstes, teilweise zerfallenes Lindenblatt als Symbol für den fortschreitenden Gedächtnis- und Persönlichkeitsverlust bei Menschen, die demenziell erkrankt sind.

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