Schäden stellen Freibadverein vor große Probleme

Hohe Kosten

Ein neuer Sanierungsfall stellt den Verein Freibad Sythen vor eine der größten Herausforderungen seines Bestehens. Die Beckenköpfe mit den Überlaufrinnen sind kaputt und müssen vor der Badesaison erneuert werden. Im schlimmsten Fall kann das Nichtschwimmerbecken nicht für den Betrieb freigegeben werden.

SYTHEN

, 31.03.2017, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schäden stellen Freibadverein vor große Probleme

Eventuell kann das Nichtschwimmerbecken im Sommer nicht für den Betrieb freigegeben werden. Grund sind die Beckenköpfe mit den Überlaufrinnen, die defekt sind.

Während der Mitgliederversammlung, die am Mittwochabend in der Gaststätte Zum Freibad stattfand, informierte der Vorstand über das Problem. Der Zustand der Beckenköpfe macht schon seit vielen Jahren Sorgen. Im vergangenen Winter wurde das Material aber wohl so sehr von der Witterung angegriffen, dass eine komplette Überholung notwendig wird. Der Vorstand sah sich vor sechs Wochen mit dieser Sachlage konfrontiert.

„Wir waren geschockt. Wir versuchen alles, dass wir die Sanierung schaffen können. Ich sehe allerdings noch nicht, dass es rechtzeitig klappt“, sagte Geschäftsführerin Andrea Beck. Eine Sanierung in konventioneller Weise würde den Verein mindestens 100.000 Euro kosten. Es liegt bisher lediglich ein Angebot für eine alternative Lösung mithilfe von glasfaserverstärktem Kunststoff vor, die für rund 20.000 Euro zu haben wäre.

Die Mitglieder diskutierten am Mittwoch intensiv und kontrovers über die Problemlage. Dabei wurde deutlich, dass sich eine Gruppe im Verein, die sich besonders engagiert und schon bei vielen Arbeiten tatkräftig aktiv war, nicht mitgenommen fühlt. Ein Sprecher warf dem Vorstand vor, die Mitglieder zu spät über die kaputten Beckenköpfe informiert zu haben. So seien sechs Wochen verschenkt worden, ohne auf ein weitverzweigtes Netzwerk zurückzugreifen, über das die Handwerker im Verein verfügen.

Es könne einfach nicht sein, dass das Nichtschwimmerbecken in dieser Saison geschlossen bleibt. Der Vorstand fühlte sich zu Unrecht angegriffen, denn für die Vereinsführung habe es seit Januar kaum ein anderes Thema gegeben. Außerdem seien die Vorstandssitzungen öffentlich und jedes Mitglied zur Teilnahme eingeladen.

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Der Verein muss nun unter großem Zeitdruck entscheiden, wie die Beckenköpfe langfristig und nachhaltig saniert werden können. Dabei wird auch die Finanzierung eine Rolle spielen. Für die große Lösung müsste weiteres Geld in die Vereinskasse fließen. Auf der Versammlung wurden bereits Vorschläge gemacht, wie dies gelingen kann. An eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wird zunächst nicht gedacht. Eigentlich sollten in diesem Jahr die Toiletten und Duschen erneuert werden. Dieses Projekt wurde allerdings zurückgestellt.

Vorsitzender Wolf von Elbwart und Kassierer Thomas Böwing wurden in ihren Ämtern bestätigt. In seinem Jahresbericht würdigte der Vorsitzende die ehrenamtliche Mitarbeit im Verein, betonte aber auch, dass es weiterhin vieler Hände bedürfe, um das Freibad Sythen zu unterhalten.

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