"Schenk' nochmal ein..."

HalterN "Schenk' nochmal ein! Denn ich fühl' die Sehnsucht wieder..." Da kamen warme Gefühle hoch bei diesen altbekannten Zeilen. Und so manches Glas füllte sich tatsächlich wieder.

01.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Dämmerung setzte schon ganz sanft ein, als die Band " Jean Chardonnay" (kleines Foto) am Samstagabend den Klassiker von Udo Jürgens auf dem Marktplatz anstimmte.

Griechischen Wein gab es für die Besucher zwar nicht, weil ausschließlich deutsche Winzer beim Weinfest vertreten waren. Dafür war von Weiß- bis Rotwein, von lieblich bis herb alles vertreten, was die edlen Trauben hergeben. Wer also noch nicht wusste, was sein persönlicher Lieblingswein ist, der hatte an diesem Wochenende die Chance, es herauszufinden. "Wir kommen aus Hessen und sind mit acht Mann übers ganze Wochenende hier. Und das Weinfest ist für uns einer der Höhepunkte", schwärmt Elvira Jäger. Ihre Freunde können da nur zustimmen, es wird gelacht und einander zugeprostet. In netter Gesellschaft ist so ein Weinfest eben definitiv am schönsten.

"Ich hatte eher was größeres erwartet", bekennt Weintrinker Norbert aus Gelsenkirchen. "Sonst bin ich immer beim Weinfest in Duisburg, da ist mehr los." "Nee, das seh ich anders", entgegnet Martina aus Werne, die mit ihrem Mann Heinz am gleichen Tisch sitzt. "Gerade diese Gemütlichkeit macht es doch aus."

"Die Musik finden wir auch toll", betonen Marlies und Adolf aus Dülmen. Von Freitag bis Sonntag schafften drei verschiedene Musikformationen das passende Ambiente. Wer noch Hunger hatte, konnte sich am Schwenkgrill oder am Käsestand bedienen. Sogar das Wetter spielte halbwegs mit und so war das Fest gut besucht - mit vielen auswärtigen Weinfreunden.

"Alles vertreten - vom Kenner bis zum Gelegenheitstrinker", so beschreibt Frank Ecker aus der Nähe von Mannheim die Besucher an seinem Stand. Er war einer der zehn ausschenkenden Winzer. "Es ist zwar schwierig, hier neue Stammkunden zu gewinnen. Aber die Leute sind freundlich und offen und darauf kommt es an." Leonid Sirotin

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