„Sechs Plätze fürs Spargelbüfett bitte“ - Gastwirte wollen starten

Meinung

Seit einer gefühlten Ewigkeit sind die Restaurants und Gaststätten geschlossen. Ihnen fehlen konkrete Öffnungsperspektiven. Dabei stehen die Gastwirte schon längst in den Startlöchern.

Haltern

, 12.05.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch die Gäste wollen endlich wieder leckere Speisen der Halterner Gastwirte genießen.

Auch die Gäste wollen endlich wieder leckere Speisen der Halterner Gastwirte genießen. © Jürgen Wolter (A)

Vor dem ersten Maiwochenende erhielt Christoph Peters vom Landgasthof Peters Bauernstube in Lavesum einen Anruf : „Wir möchten gern für sechs Personen einen Tisch zum Spargelbüfett reservieren“. „Spargelbüfett - welches Spargelbüfett?“, fragte Christoph Peters. Dass sein Restaurant nach wie vor geschlossen ist, verwunderte die Anrufer. „Wir sind doch alle geimpft“, lautete ihr Einwand. Da zeigt sich das ganze Dilemma, in dem die Halterner Gastronomen zurzeit stecken. Es juckt sie eigentlich in den Fingern, sie stehen in den Startlöchern und wollen endlich wieder loslegen.

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Aber noch ist es nicht so weit. Dass sie nicht fürs „Nichtstun gestrickt sind“, wie es eine Gastwirtin formuliert, leuchtet ein. Sieben Monate Lockdown, kaum eine Branche haben die Coronamaßnahmen härter getroffen. Und noch ist keine konkrete Öffnungsperspektive in Sicht, allenfalls wird über die Außengastronomie diskutiert, die Innenräume bleiben tabu. Coronahilfen haben zwar gegriffen und weitgehend das Schlimmste verhindert, noch sind die meisten Gastronomen da. Nicht auszudenken, wenn die Vielfalt der Halterner Restaurants ganz oder teilweise wegbrechen würde. Sie sind ein wichtiger Strukturfaktor der Region. Aber sie wollen mehr als nur existieren: Sie wollen endlich wieder für ihre Gäste da sein. Und die warten auch schon verdammt lange darauf.

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