Segelclub Stevertalsperre sieht Umzug als Chance

Stadtmühlenbucht

Der Segelclub Stevertalsperre (SCST) wird umziehen. Im Zuge der städtischen Planungen, die Hullerner Straße Richtung Stausee weiter umzugestalten, muss das Vereinsdomizil weichen. Darüber sind die Segler aber keineswegs unglücklich. „Das ist für uns eine Superchance“, sagt Vorsitzender Reinhard Sdunek.

HALTERN

, 21.07.2017, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Segelclub Stevertalsperre sieht Umzug als Chance

Sind nicht traurig, dass der Segelclub Stevertalsperre sein derzeiytiges Domizil verlassen muss: der erste Vorsitzende Reinhard Sdunek (l.) und sein Stellvertreter Gunnar Goronzi

Zurzeit befindet sich das Domizil des Vereins am Rand der Hullerner Straße auf einem abgesperrten Areal der seitlichen Parkplätze in der Nähe der Seesternruine. „Hierher sind wir 2004 gezogen und eigentlich war das nur als Provisorium gedacht, für etwa ein Jahr“, erläutert Gunar Goronzi, der zweite Vorsitzende des Segelclubs.

Auf dem 700 Quadratmeter großen Gelände stehen die 60 Vereinsboote dicht an dicht. Die Unterkunft bilden mehrere zusammengebaute Modul-Container. „Die Sanitäranlagen müssten saniert werden, eine Wärmedämmung müsste her“, sagt Gunnar Goronzi.

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Anfang 2016, nachdem viele Konzepte in Kontakten mit der Stadt Haltern und der Gelsenwasser AG erörtert und wieder verworfen worden waren, brachten die Planungen zur Umgestaltung der Hullerner Straße eine neue Dynamik: Es zeichnete sich eine Lösung auf einem Gelände an der gegenüber liegenden Seeseite, an der Stadtmühlenbucht ab. Die Gelsenwasser AG war bereit, den Seglern das 1000 Quadratmeter große Areal zu verpachten. Problem: Es liegt etwa acht Meter höher als der Wasserpegel des Stausees und es dürfen keine neuen Gebäude hier errichtet werden.

Aber in Gesprächen mit den beiden anderen dort vertretenen Segelclubs (SC Westfalen und SC Haltern) wurde eine Lösung gefunden: Die bereits vorhandene Sanitär- und Toilettenanlage der beiden Clubs wird aufgestockt und erweitert. „In der oberen Etage werden Schulungsräume für die drei Vereine eingerichtet. Der Sanitärbereich und die Duschen werden für die rund 600 Segler, die dort in Zukunft zusammenkommen, ausreichend erweitert“, so Reinhard Sdunek.

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Über eine alte Treppe, die dort bereits vorhanden ist, kann die Anbindung des Segelclubs Stevertalsperre an den See erfolgen. Dort wird eine elektrisch betriebene Rampe den Transport der Boote zum Wasser ermöglichen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt und Gelsenwasser diese Lösung gefunden haben“, sagt der Vereinsvorsitzende. Inzwischen haben sich auch die drei Vereine über die künftige Zusammenarbeit und Raumaufteilung verständigt, haben auf Mitgliederversammlungen die Zustimmung ihrer Mitglieder eingeholt. „Die Kosten werden sich die drei Vereine teilen. Jeder bleibt eigenständig, es wird keine Fusion geben“, so Sdunek.

Die laufende Saison wird noch am alten Standort zu Ende gefahren, dann packen die Segler nach und nach die Koffer. Endgültig wird die Neugestaltung rund zwei bis drei Jahre dauern. Die Segler hoffen aber, dass sie den Segelbetrieb am neuen Standort bereits im Frühjahr 2018 wieder aufnehmen können. Jürgen Wolter

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