Sexualdelikt in Haltern: Festgenommener wieder frei

Tat am Wochenende

Es gibt neue Erkenntnisse zum schweren sexuellen Übergriff auf eine 40-Jährige in Haltern am See. Der festgenommene 22-Jährige wurde wieder freigelassen, weil ihm keine eindeutige Beteiligung nachgewiesen werden konnte. Die Polizei ermittelt weiter, erste Zeugenhinweise sind bereits eingegangen.

HALTERN

, 06.09.2017, 11:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sexualdelikt in Haltern: Festgenommener wieder frei

An der Schmeddingstraße gab es einen schweren sexuellen Übergriff.

Die sexuellen Übergriffe auf eine Frau, an denen in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Männer beteiligt gewesen sein sollen, fanden in einer Asylunterkunft an der Schmeddingstraße statt. Dem jungen Mann, der nicht in dem Flüchtlingsheim lebt, konnte keine eindeutige Beteiligung an den sexuellen Handlungen nachgewiesen werden, teilte Polizeisprecherin Ramona Hörst auf Anfrage mit.

Die Fahndungsarbeit konzentriert sich jetzt offenbar darauf, den bisher unbekannten Hauptverdächtigen, einen dunkelhäutigen Mann, zu ermitteln. Er hatte in einer Kneipe mit der 40-jährigen Frau angebändelt, die nicht in Haltern wohnt. Gemeinsam hatten sie die Unterkunft in der Schmeddingstraße aufgesucht.

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Tatsächlich meldete sich bereits ein Zeuge, der die Kennenlernphase der 40-Jährigen mit dem unbekannten Mann gesehen habe. Dem Opfer, das laut Polizei „schwerwiegende sexuelle Handlungen“ über sich ergehen lassen musste, seien die standardmäßigen Hilfsangebote unterbreitet worden, erklärte die Polizeisprecherin. Oberstaatsanwältin Anette Milk sprach von "deutlichen Anzeichen für ein Sexualdelikt", wollte sich aber wegen der laufenden Ermittlungen nicht im Detail zur Beweislage äußern.

Die Mitglieder des Halterner Asylkreises reagierten erschüttert auf die Nachricht des Verbrechens. „Wir sind alle total entsetzt. Das Geschehen muss lückenlos aufgeklärt werden“, sagte Hermann Döbber in einem Gespräch mit der Redaktion. Sollte es sich bei dem Täterkreis um Flüchtlinge handeln, hätten diese keinerlei Hilfe mehr vom Asylkreis zu erwarten. „Wer rechtskräftig verurteilt ist, sollte abgeschoben werden“, betonte Döbber.

 

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