Shitstorm gegen Halterner: Diskutieren erwünscht, drohen geht gar nicht

Meinung

Die Diskussionen um den Facebook-Post eines Halterner Imbissbetreibers sind teilweise ausgeartet. Es gab Beleidigungen und Drohungen, womit eine Grenze überschritten wurde. Ein Kommentar.

Haltern

, 13.04.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Diskussionen über den Facebook-Post eines Halterner Imbissbetreibers hatten teilweise nichts mit einer vernünftigen Diskussionskultur zu tun.

Die Diskussionen über den Facebook-Post eines Halterner Imbissbetreibers hatten teilweise nichts mit einer vernünftigen Diskussionskultur zu tun. © Jürgen Wolter

Nach einem lustig gemeinten Facebook-Post, der allerdings die Grenze zum Rassismus überschritten hatte, erntete Schlemmergrill-Inhaber Dietmar Schröder einen Shitstorm. Statt einer vernünftigen Diskussion über Alltagsrassismus und unangebrachte Begriffe, entstand aber teilweise eine Debatte voller Drohungen und Beleidigungen.

Eines vorweg: Der Inhalt des Posts war rassistischer Natur, darüber gibt es für mich keine zwei Meinungen. Doch wie danach mit dem Beitrag umgegangen wurde, geht gar nicht.

Eine vernünftige Diskussion ohne Beleidigungen wäre schön

An manchen Stellen wurde teilweise wirklich vernünftig miteinander diskutiert. Es wurden einfach Argumente ausgetauscht - ohne Beleidigungen oder Drohungen. Danke dafür!

Manche nutzten die Kommentar-Funktion aber nur, um den Halterner zu beleidigen und teilweise auch zu bedrohen. Ein Facebook-Nutzer schrieb, dass er vielleicht bald mal mit Freunden vorbeikommen werde, um aus dem Betreiber „Cevapcici zu machen“.

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Natürlich ist Rassismus inakzeptabel, das steht außer Frage. Aber jemandem Gewalt anzudrohen, nachdem er einen Post weiterverbreitet hat, über dessen rassistischen Inhalt er sich womöglich gar nicht so sehr im Klaren war, ist ebenfalls falsch.

Viel sinnvoller wäre ein vernünftiger Diskurs mit allen Beteiligten und dem Inhaber, der sich bereits entschuldigt hat und zuvor noch nie mit derartigen Äußerungen aufgefallen ist, gewesen.

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