So gehen Sie bei der Pilzsuche kein Risiko ein

Förster gibt Tipps

Der Spätsommer ist da und schon sind die ersten Pilzsammler in Halterns Wäldern unterwegs. „Doch Vorsicht ist geboten“, sagt Harald Klingebiel, Förster vom Regionalverband Ruhrgebiet (RVR). Der Experte hat vier Tipps, mit denen Pilzsammler auf Nummer sicher gehen können.

HALTERN

, 27.08.2015, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
So gehen Sie bei der Pilzsuche kein Risiko ein

Kennt sich aus mit den Pilzbeständen der Haard: RVR-Förster Harald Klingebiel untersucht hier einen Perlpilz. Foto. Jürgen Wolter

„Das Sammeln von Speisepilzen in der Natur bringt zwar Freude, birgt aber auch Gefahren“, sagt Klingebiel. Doch der Förster des Regionalverbands Ruhrgebiet hat vier Tipps parat, damit die Pilzsuche nicht böse endet.

  • Laien sollten sich lieber nicht auf Pilzsuche begeben: Denn von den weltweit über eine Million verschiedenen Sorten Pilzen kann nur ein Bruchteil bedenkenlos verzehrt werden. „Essbare Pilze und Giftpilze sehen sich mitunter zum Verwechseln ähnlich“, so Klingebiel. Bei der Suche nach Steinpilz, Röhrling und Co. komme es daher auf die Erfahrung und das grundlegende Wissen an. „Gerade Neulinge sollten auf keinen Fall auf eine Beratung und Schulung durch Profis verzichten“, betont der 51-Jährige.
  • Nur Pilze sammeln, bei denen man sich sicher ist: Generell sollte ein aktuelles Pilzkundebuch Begleiter bei der Sammeltour sein. Man sollte nur Pilze sammeln, die mit Sicherheit bestimmt werden können. „Anderenfalls sollten Pilzjäger die Pilze unversehrt im Wald stehen lassen, denn sie sind wichtige Organismen im Ökosystem Wald“, so Klingebiel.
  • Gezielt auf die Suche gehen: Der RVR-Förster empfiehlt, dass man nicht einfach durch den Wald spaziert und sämtliche Pilze mitnimmt, sondern lieber gezielt nach wenigen bestimmten Sorten Ausschau hält. Gesammelt werden sollten nur so viele Pilze, wie auch direkt im Anschluss verwertet werden können. Klingebiel: „Ein Korb voll für den Eigenbedarf ist kein Problem. Das Sammeln für gewerbliche Zwecke ist dagegen strafbar.“ Innerhalb von 24 Stunden sollten die Pilze nach gründlichem Waschen, Kochen oder Braten verzehrt werden.
  • Die Verhaltensregeln im Wald beachten: Mit dem Betreten des Waldes steht der Pilzsammler direkt im Wohn-Essbereich vieler Wildtiere. „Man sollte sich am besten an den Hauptgehwegen orientieren, um Wild nicht unnötig zu stören.“

Ab Oktober wird der RVR wieder Pilzführungen in der Haard anbieten. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, werden aber rechtzeitig veröffentlicht.

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