Soufjan Ibrahim über Zukunftspläne und Internet-Fans

Castingshow-Teilnehmer

Soufjan Ibrahim ist nach seiner erfolgreichen Teilnahme an der TV-Castingshow „The Voice Kids“ im Jahr 2014 vielen Halternern ein Begriff. Im Interview mit einem ehemaligen Stufenkollegen, unserem Praktikanten Oliver Erfkämper, spricht er unter anderem über seine eigene Zukunft und das Lea-Drüppel-Theater.

HALTERN

von Von Oliver Erfkämper

, 15.07.2017, 06:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Soufjan Ibrahim über Zukunftspläne und Internet-Fans

Soufjan Ibrahim

Dein Abitur hast du ja jetzt bestanden, wann können wir denn mal im Radio von dir hören?

(lacht) Das weiß ich nicht. Bisher ist noch nichts geplant, aber ich werde mich in Zukunft mit Sicherheit auch um eigene Songs kümmern.

Was hast du denn generell für deine Zukunft geplant? Hast du einen konkreten Berufswunsch?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich habe viele verschiedene Ideen, auch außerhalb der Musik, und werde mich dementsprechend auch für mehrere Dinge bewerben. Mein Kindheitstraum war es immer, Pilot zu werden. Mir diesen Wunsch zu erfüllen, wird aber vermutlich sehr schwer. Ich bin also nicht nur auf die Musik fixiert.

Könntest du dir vorstellen, noch einmal an einer Castingshow teilzunehmen?

Ich will mir diese Möglichkeit offenhalten, jedoch ist speziell in diesem Jahr nichts geplant. Diese Shows bieten eine tolle Möglichkeit, Einblicke in die Musik- und Fernsehbranche zu erhalten. Um jedoch eine echte Musikkarriere zu starten, braucht man meiner Meinung nach keine Castingshow.

Du warst auch als Darsteller beim Schul-Musical „Annie“ im Einsatz. Die Proben fanden während deiner Abiturvorbereitung statt.

Das stimmt, es waren sehr stressige und zeitintensive Wochen, die Proben laufen ja bereits seit dem letzten Sommer. Dennoch war es eine tolle Zeit. Man kann sehen, dass alle Beteiligten mit Herzblut bei der Sache sind und ein richtig gelungenes Projekt auf die Beine gestellt haben. Die Vielseitigkeit des Musicals, also neben dem Singen auch das Schauspiel und Tanzen, macht mir unheimlich viel Spaß.   

Du hast über 20.000 Abonnenten auf deinem Youtube-Kanal, Zehntausende folgen dir bei Facebook und Instagram und dein Auftritt bei „The Voice Kids“ wurde mehr als 48-Millionen-mal geklickt. Fühlst du dich eigentlich berühmt?

Nein, überhaupt nicht. Das sind Zahlen, die nichts über mich als Menschen aussagen. Ich sehe Personen, die Soziale Medien hauptberuflich betreiben, auch nicht als Stars an. Die Zahl der Follower definiert nicht den Menschen dahinter.

Besonders viel Arbeit steckst du in deinen eigenen Youtube-Kanal. Was machst du da genau?

Den Kanal hab ich schon seit 2012. Nach der Castingshow kam das Ganze dann ins Rollen. Neben Videos, in denen ich singe, gewähre ich einen Einblick hinter die Kulissen, beispielsweise wenn ich einen Auftritt habe. Dazu möchte ich die Menschen auch an alltäglichen Dingen aus meinem Privatleben teilhaben lassen.

Wenn man sich anschaut, wer dir im Internet folgt, stellt man fest, dass du besonders viele internationale Fans hast. Wie kam das zustande?

Ehrlich gesagt weiß ich es selber nicht genau. Ich vermute, dass sie über das Lady-Gaga-Video von einem meiner Auftritte auf mich aufmerksam geworden sind. Und da Lady Gaga vor allem in Brasilien und Mexiko sehr beliebt ist, kennen mich drot viele Menschen.

Im Herbst eröffnet das Lea-Drüppel-Theater. Könntest du dir vorstellen, in Zukunft dort an Stücken mitzuwirken?

Zunächst finde ich es toll, dass dieses Projekt nun umgesetzt werden kann. Dieses Jahr bin ich noch nicht dabei, aber ich werde mit Sicherheit in Zukunft bei Musicals mitspielen. Das kommt aber auch stark darauf an, ob ich nächstes Jahr noch in Haltern wohne oder nicht.

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