Spaziergänger erschrickt bei Klüngeljagd

Schüsse aus dem Dickicht

Drei Gewehrschüsse aus der Nähe haben Heinrich Abendroth am Montag bei einem Spaziergang mit seinem Hund in der Westruper Heide einen ordentlichen Schrecken versetzt.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 26.01.2011, 15:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hegeringleiter Heinrich Himmelmann bestätigt, dass es nur bei Treibjagden vorgeschrieben sei, Warnschilder aufzuhängen. Dennoch sei es eigentlich für Jäger geboten, dass man Spaziergänger verständige. „Wenn die Jäger den Spaziergänger überhaupt gesehen haben.“

Michael Uphues, der als Jagdpächter für das Gebiet verantwortlich ist, war einer der drei Jäger, die bei der „Klüngeljagd“ dabei waren. Er bestreitet, dass der Abstand weniger als 30 Meter betragen haben soll, geht vielmehr von 150 bis 200 Metern Distanz aus. Man habe den Spaziergänger durchaus gesehen, aber aufgrund des großen Abstands und der Tatsache, dass man in eine ganz andere Richtung geschossen habe, darauf verzichtet, ihn zu informieren.

Obwohl sich Uphues in der Sache völlig im Recht fühlt, hätten er und seine beiden Mitstreiter sich von Abendroth wüst beschimpfen lassen müssen. „Er hat uns fein tituliert. Eigentlich hätten wir ihn anzeigen können.“ Man habe die Sache auf sich beruhen lassen, weil man keinen Ärger wolle. „Wir hätten uns aber auch die Personalien geben lassen können.“ Denn Abendroths Hund sei verbotenerweise nicht angeleint gewesen.

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