Stadt beteiligte sich an europaweiter Schweigeminute

Haltern zeigt sich solidarisch

Die blutigen Terrorakte von Paris schockieren die Welt. Drei Tage nach der der verheerenden Anschlagsserie gedachten am Montag Menschen in ganz Europa den Opfern mit einer Schweigeminute. Auch in Haltern am See.

HALTERN

, 16.11.2015, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf den Straßen hielten Passanten inne. Einige Busfahrer der Vestischen fuhren um 12 Uhr kurz rechts ran und unterbrachen ihren Dienst. Am Mittag läuteten zudem die Kirchenglocken im gesamten Stadtgebiet. An öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus und der Polizeiwache hängen die Flaggen auf halbmast. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte bereits am Wochenende eine Trauerbeflaggung im Land angeordnet.

Fassungslos und bestürzt

Noch in der Nacht von Freitag auf Samstag kommentierte sein Parteikollege, der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß, die Anschläge von Paris auf seiner Facebook-Seite. Er schrieb: "Ich bin entsetzt und schockiert über die traurigen Ereignisse in Paris. Wir sind eins!"

Fassungslos und bestürzt zeigt sich auch die Halternerin Rita Stockhofe, Abgeordnete der CDU im Bundestag. "Dieser furchtbare Anschlag galt unseren gemeinsamen Werten in Europa. Jetzt gilt es, Zusammenhalt und Einigkeit zu demonstrieren", erklärte sie gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Terror dürfe unser Zusammenleben nicht gefährden.

Große Aufgaben und Herausforderungen

Zugleich warnt sie nach den Terroranschlägen vor einer undifferenzierten Debatte über Flüchtlinge. Sie könne nicht dazu raten, den Terroranschlag von Paris zum Anlass zu nehmen, die Flüchtlingsdebatte unter einem völlig neuen Licht zu diskutieren. "Wir stehen ohne Frage vor großen Aufgaben und Herausforderungen, aber es wäre ein falscher Ansatz, den Flüchtlingsstrom als einen Mantel für Terrorismus zu betrachten", so Stockhofe.

Solidarisch mit den Nachbarn aus Frankreich zeigte sich am Montag auch das Joseph-König-Gymnasium. Ein Fenster des Schulgebäudes erstrahlte am Abend in den Farben der französischen Nationalflagge. Am Mittag, kurz vor der Schweigeminute, hatte sich Schulleiter Ulrich Wessel per Lautsprecherdurchsage an seine Schüler gewandt. Er sagte unter anderem: "Gerade wir an unserer Schule haben erfahren müssen, welches Leid sinnloses Töten anrichtet. In Gedanken sind wir bei den Opfern der Anschläge, den Polizisten und Helfern, bei der ganzen französischen Nation."

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