Stadt Haltern hat Standort für neue Kita gefunden

Spielplatz müsste weichen

Der Standort für einen neuen Kindergarten in Haltern ist gefunden: Die Stadtverwaltung schlägt ein Grundstück vor, auf dem sich aktuell ein Spielplatz befindet. Der müsste weichen. Und auch zur Kita-Situation in Hullern gibt es Neuigkeiten.

HALTERN

, 10.06.2017, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt Haltern hat Standort für neue Kita gefunden

Die Stadtverwaltung schlägt vor, einen neuen Kindergarten anstelle dieses Spielplatzes zu bauen.

Die Stadt schlägt für den Halterner Neubau ein Grundstück an der Lohausstraße vor. Dort befindet sich zurzeit noch ein Spielplatz. Dieser sollte 2019 ohnehin verkleinert werden, jetzt gibt es die Überlegung, ihn ganz zu schließen. Dann könnte die neue Fünf-Gruppen-Einrichtung für 90 Kinder am 1. August 2018 fertig sein. Mit dieser Neuigkeit ging die Verwaltung jetzt an die Öffentlichkeit. Am 20. Juni werden die Überlegungen der Stadt im Ausschuss Bauen und Verkehr vorgestellt, am 22. Juni dem Ausschuss für Generationen und Soziales und schließlich am 6. Juli den Ratsmitgliedern. Das Bauamt beziffert die Kosten für die neue Kita mit 2,5 Millionen Euro. Wer die Trägerschaft übernehmen könnte, ist offen. Die Stadt hat kein Interesse. 

Hier befindet sich der mögliche neue Standort:  

Zurzeit baut die Stadt einen Drei-Gruppen-Kindergarten auf dem Hof der ehemaligen Martin-Luther-Grundschule. „Da die Nachfrage trotzdem nach wie vor sehr hoch ist und Betreuungsplätze immer früher von den Eltern gewünscht werden, ist es erforderlich, eine weitere Kindertageseinrichtung zu errichten“, heißt es vom Jugendamt. Der Ausschuss Generationen und Soziales hatte am 7. Februar in einem Grundsatzbeschluss die Verwaltung beauftragt, die Schaffung weiterer Kita-Plätze vorzubereiten. Dazu prüfte die Verwaltung in den letzten Monaten mehrere Standorte. Ein Kriterium war, dass sich der Bauplatz in städtischem Besitz befindet.

Die prekäre Kindergarten-Situation in Hullern hat sich währenddessen in Luft aufgelöst. Alle Kinder über drei Jahren sind versorgt, der Bau eines zusätzlichen Gebäudes hat sich damit laut Auskunft des städtischen Jugendamtes erübrigt. Das sorgt für ungläubiges Staunen. Für die Errichtung einer Zusatzlösung in Holzrahmen-Bauweise gab es in der März-Sitzung einen einstimmigen Beschluss des Hauptausschusses. „Keiner von uns ist über diese Veränderung informiert worden“, wunderte sich Arno Huesmann (SPD) auf einer Versammlung der Elterngemeinschaft mit Vertretern der Kirche, Stadt und Politik in der Gaststätte Kuhlmann. „Wir haben uns alle über diese Aussage gewundert“, sagten Nicole Stüer und Regina Bücker im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Jugendamt und katholische Kirchengemeinde erklärten jetzt, dass durch Umzüge und die Aufnahme von Kindern im neuen Kindergarten auf dem ehemaligen Martin-Luther-Schulgelände Plätze frei geworden seien und durch die Aufstockung der Gruppen um je zwei Plätze alle Kinder über drei Jahren aufgenommen werden können. „Wir brauchen Kindergarten-Plätze in Hullern“, betont Nicole Stüer. Die Zimmerei Bäther habe bereits vor Jahren angeboten, einen Anbau gegen Miete oder Mietkauf für die Dorfkinder zu erstellen. Sie stehe nach wie vor zu diesem Angebot. „Wir haben um ein entsprechendes schriftliches Angebot gebeten und warten nun darauf“, kündigte Nicole Stüer an. Gisbert Drees erklärte dazu, er kenne dieses Angebot nicht. Die Stadt werde aber alle Möglichkeiten ergebnisoffen prüfen.

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