Stadt stellt Pläne für neue Kita vor

An der Martin-Luther-Schule

Die Verwaltung stellt am Dienstag (31. Mai) im Ausschuss Bauen und Verkehr im Rathaus, Dr. Conrads-Straße 1, die Pläne für den neuen Kindergarten vor. Auf dem Hof der Martin-Luther-Schule am Hennewiger Weg will sie für 1,4 Millionen Euro eine 420 Quadratmeter große Drei-Gruppen-Einrichtung bauen. 65 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt sollen am 1. August 2017 einziehen.

HALTERN

, 25.05.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Umzug der Martin-Luther-Schule liegt im Zeitplan. Ob das Gebäude danach als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, ist derzeit noch unklar.

Der Umzug der Martin-Luther-Schule liegt im Zeitplan. Ob das Gebäude danach als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, ist derzeit noch unklar.

"Die Verwaltung erhofft sich eine Entspannung der sehr schwierigen Situation", schreibt Jugendamtsleiter Gisbert Drees in der am Dienstag veröffentlichten Sitzungsvorlage. Denn die Nachfrage nach Kindertagesbetreuung steigt in Haltern sowohl im U 3- als auch im Ü 3-Bereich stetig an. Diesen Bedarf kann die Stadt derzeit nur unter größten Anstrengungen durch Maximalbelegung der Einrichtungen sowie durch Inanspruchnahme der Kindertagespflege befriedigen.

Die Neuanmeldungen eingerechnet werden ab August 1129 Kinder in den Kitas betreut. "Der neue Kindergarten ist erforderlich, um auf diesen steigenden Bedarf reagieren und den Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr erfüllen zu können", hatte sich Gisbert Drees im Februar im Ausschuss Generationen und Soziales geäußert.

Mehrkosten

Gleichzeitig möchte die Stadt damit die Kindertagespflege wieder herunter fahren. Denn diese ist aufgrund der unterschiedlichen Landesfinanzierung für eine Kommune erheblich teurer als der laufende Betrieb einer Kindertageseinrichtung.

"Zurzeit besuchen 1128 Jungen und Mädchen die Kindertagesstätten in Haltern. Den Elternanteil abgerechnet, zahlt die Stadt vier Millionen Euro für die Betreuung", erklärte Stadtsprecher Georg Bockey auf Nachfrage. Durch den neuen Kindergarten erhöhen sich die Kosten jährlich um rund 200000 Euro.

Trägerschaft klären

Die Trägerschaft der Einrichtung will die Stadt aber nicht selbst übernehmen. Bislang haben das Deutsche Rote Kreuz (Kreisverband Recklinghausen) und die Arbeiterwohlfahrt (Unterbezirk Münsterland/Recklinghausen) ihr Interesse an der Führung des Kindergartens bekundet. Die Stadt wird bei ihren Überlegungen auch die Kirchen ansprechen. "Für den Standort Martin-Luther-Schule spricht die zentrumsnahe, ruhige Lage im Stadtgefüge", sagt Anette Brachthäuser (Fachbereichsleiterin Bauen) zur Standortwahl.

Bekanntlich ziehen die Schüler zum nächsten Schuljahr um in die Eichendorff-Schule. Dann steht die Grundschule am Hennewiger Weg leer. Ein Seitentrakt wird vorübergehend für die Betreuung von Kindergarten-Kindern hergerichtet, das alte Schulgebäude wird voraussichtlich auf längere Sicht einer Wohnbebauung weichen.

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