Städtisches Beet sorgt für Ärger - Sythener zieht die Konsequenzen

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Ein städtisches Beet an der Uphuser Straße sorgt für Ärger. Anwohner Hartmut Wandt fordert mehr Pflege des Baubetriebshofes ein und will sich nicht vertrösten lassen.

Sythen

, 22.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hartmut Wandt aus Sythen ist sauer. Der Gehweg vor seinem Haus an der Uphuser Straße ist schon zur Hälfte zugewuchert. Die Pflanzen im städtischen Beet sind schon länger nicht zurückgeschnitten worden. Im üppigen Grün, das den Bordstein erobert, verfängt sich bereits das Laub der Straßenbäume und bildet am Beetrand eine Decke aus vertrockneten Blättern.

„Jedes Jahr das Gleiche“, macht der 76-jährige Rentner seinem Ärger Luft. Mehrfach habe er die Stadt kontaktiert. Ein Mitarbeiter des Baubetriebshofes habe ihm zuletzt mitgeteilt, dass er mit seinem Anliegen auf die Liste der notwendigen Arbeiten gesetzt werde.

Mit Vertröstungen will sich Hartmut Wandt nicht zufrieden geben

Hartmut Wandt fühlt sich hingehalten. Früher habe er das städtische Beet vor seinem Haus selbst gepflegt. Nun ginge das aber aufgrund seines Alters nicht mehr. Weil er sich nicht länger vertrösten lassen will, habe er dem Ordnungsamt mitgeteilt, dass er den Bürgersteig im Bereich seiner Adresse nicht mehr sauber halten wird, so lange er weiter auf den Rückschnitt der Beetpflanzen warten muss.

In der Nachbarschaft seien städtische Beete bereits auf Wunsch der Hausbesitzer eingesät worden, berichtet Hartmut Wandt. Das ist in seinen Augen aber keine Lösung. „Dann kann man doch gleich pflastern“, sagt er.

Der ehemalige Ratsherr der WGH kritisiert außerdem, dass die Stadt ihre Bürger über die Erhöhung der Grundsteuer B extrem belaste, gleichzeitig aber ihren Aufgaben bei der Grünpflege nicht nachkomme. Mittlerweile würde in Haltern wieder in Sportplätze investiert, während die städtischen Grünflächen vernachlässigt würden.

Der Baubetriebshof setzt bei der Grünpflege Prioritäten

In ihrer Stellungnahme erklärte die Stadt, dass mit Hartmut Wandt vereinbart worden sei, dass die erforderlichen Pflegearbeiten an der Uphuser Straße in den nächsten zwei bis drei Wochen durchgeführt werden.

Es sei tatsächlich so, dass die Pflegeintervalle in Uphusen nicht wie gewünscht ausgeführt worden seien. Hier habe der Baubetriebshof allerdings aufgrund der Vielzahl der Aufgaben Prioritäten setzen müssen.

Mit Interesse hat Hartmut Wandt die Diskussion über die Lindenallee an der Haardstraße in Flaesheim verfolgt und sich darüber gewundert, dass die Stadt dem Wunsch der Anwohner nach Rückschnitt nachgekommen ist.

Rückschnitt der Linden an der Uphuser Straße abgelehnt

Auch die Uphuser Straße wird nämlich von Linden gesäumt. „Als ich vor Jahren darum gebeten habe, die Bäume zu beschneiden, wurde das von der Verwaltung mit der Begründung abgelehnt, die Bäume seien sehenswert“, erklärt der Sythener. Jetzt überragten sie die Häuser. Dabei ständen sie sehr viel näher zu den Gebäuden als die Linden in Flaesheim.

Auf Anfrage teilte die Stadt mit, bei den Linden in Sythen handele es sich um über 100 Jahre alte Bäume. Einen Rückschnitt wie in Flaesheim würde diese nicht überleben, deshalb der ablehnende Bescheid.

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