Straßen-NRW gibt Kreisverkehr keine Chance

Neubau Aldi-Markt

Die Halterner zeigen deutlich Flagge: Sie meinen, ein Kreisverkehr an der Kreuzung Lorenkamp, Recklinghäuser Straße und Recklinghäuser Damm verbessere die Situation. Straßen-NRW, Niederlassung Ruhr, lehnt die Planungen rigoros ab.

HALTERN

21.01.2014, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenn ein LKW, wie hier an der Autolackiererei, ein- oder ausfahren will, kommt es häufig zu Beeinträchtigungen. Gefährlich wird es vor allem für die Radler, die von Hamm-Bossendorf aus kommend über die Ampel auf den Radweg - gegen Fahrtrichtung - geleitet werden.

Wenn ein LKW, wie hier an der Autolackiererei, ein- oder ausfahren will, kommt es häufig zu Beeinträchtigungen. Gefährlich wird es vor allem für die Radler, die von Hamm-Bossendorf aus kommend über die Ampel auf den Radweg - gegen Fahrtrichtung - geleitet werden.

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Aufgrund von Grundstücksverhältnissen sei nur ein kleiner Kreisverkehr mit beengten Verhältnissen möglich. Da es sich außerdem um eine funktionierende Landesstraße handle, komme der Regionalverband Ruhr (RVR) ins Spiel. Der stelle eine Prioritätenliste mit der Reihenfolge der nötigen Bauten auf. Da Straßen-NRW die Halterner Situation mit „Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit gewährleistet“ einstufe, werde der RVR diesen Kreisverkehr weit hinten auf der Liste platzieren. Und alles ab Rang 30 oder mehr habe in den nächsten 30 Jahren keine Chance auf eine Verwirklichung.  

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Ein Dauerbrenner: die Kreuzung Glashütte, Lorenkamp, Recklinghäuser Damm und Recklinghäuser Straße. Wegen des Neubaus des Aldi-Marktes haben viele jetzt Angst vor einem Verkehrschaos - und deswegen wollen eigentlich alle einen Kreisverkehr. Alle, bis auf die Verantwortlichen. Viele sehen weiter in die Zukunft: Der umgebaute Bahnhof, die Park- & Ride-Anlage nur wenige 100 Meter entfernt lasse ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen vermuten.

Mit der Eröffnung des Edeka-Marktes Ende 2012 entwickelte sich die Verkehrssituation zum heißen Eisen. Der Verkehr staute sich, es gab viele brenzlige Situationen an Ein- und Ausfahrten auf der Recklinghäuser Straße. Für alle Beteiligten lag die Lösung auf der Hand. Straßen.NRW lehnte das Projekt ab.

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Stadtsprecher Bockey erläutert die topographischen Beweggründe des Landesbetriebes, die auch die Stadt selbst nicht nachvollziehen kann: Steigung und Gefälle seien für Straßen.NRW schlagkräftige Gegenargumente. „Berg runter in den Kreisverkehr zu fahren“, sei sehr gefährlich.

Mit diesem Thema setzte sich auch die SPD-Fraktion erneut auseinander. „Wir müssen die Verkehrssituation neu überdenken. Es muss eine finanzierbare Lösung geben“, erklärte SPD-Chefin Beate Pliete. Die SPD beantragt, den Kreisverkehr bei der Ausschusssitzung Bau und Verkehr im März zu thematisieren. Im Herbst 2013 sei der Kreisel-Bereich erneut vermessen worden. Dazu Georg Bockey: Es ging um die Höhenprofile. Die benötige man, um Preisvergleiche bei Planungsbüros anzustellen.

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