Strom für den Kreis?

Haltern Die Stadtwerke Herten - neben Haltern der einzige städtische Energieversorger im Kreisgebiet - setzen auf Expansion. Gas und Strom sollen bald im ganzen Kreis Recklinghausen angeboten werden.

20.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gisbert Büttner, Chef der Hertener Stadtwerke, denkt darüber nach, den "HertenStrom" demnächst als "VestStrom" anzubieten. Dabei will er nicht in Konkurrenz zu den Halterner Stadtwerken auftreten, sondern er denkt an eine Kooperation.

Bei den Halterner Stadtwerken weist man diese ausgestreckte Hand nicht zurück. Regelmäßige Gespräche mit den Hertener Kollegen gebe es seit langem, teilte Vertriebsleiter Klaus Hötting mit. Konkret sei allerdings nichts verabredet worden. Grundsätzlich sind die Halterner Stadtwerke daran interessiert, auch Haushalte oder Unternehmen außerhalb des Stadtgebiets zu versorgen. "Bei uns melden sich regelmäßig Interessenten, die von unseren guten Preisen gehört haben", berichtete Hötting.

Personal fehlt

Allerdings müssten die Anfragen noch abgelehnt werden. Für eine Expansion fehlt das Personal. "Wir dürfen unsere Hausaufgaben nicht vernachlässigen", so Hötting. "Wenn die Halterner Kunden nicht mehr mit uns zufrieden sind, erleben wir Schiffbruch."

Eine Expansion des Versorgungsgebietes macht für Hötting Sinn: "Wir verlieren einige Kunden an andere Versorger, da würden wir natürlich gerne neue dazu gewinnen." Eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen kann er sich durchaus vorstellen. Man müsse ja nicht gleich eine gemeinsame Gesellschaft gründen. Es gebe viele Varianten einer Kooperation. Damit müsse sich aber zunächst die Stadt als Gesellschafter befassen.

Stück Kraftwerk

Auch die Beteiligung an einem Kraftwerk schließt Hötting nicht grundsätzlich aus. Die Stadtwerke Herten haben sich eine virtuelles Stück des Kohlekraftwerkes in Herne gesichert. "Mit den Strommengen, die man aus einer solchen Beteiligung zieht, kann man sehr gut spielen", erklärte Hötting. "Sie können den Strom im eigenen Netz verbrauchen oder auf dem Markt verkaufen."

Zurzeit gibt es in Norddeutschland Kraftwerks projekte, die Investoren suchen. Dafür müsse man aber zunächst Geld in die Hand nehmen, so Hötting. Auch das muss zunächst der Gesellschafter entscheiden. thl

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