Sturmtief Victoria sorgt am Wochenende für mehrere Einsätze der Feuerwehr in Haltern

rnSturmtief Victoria

Nach dem Orkantief Sabine ist am Wochenende das Sturmtief Victoria durch Haltern gezogen. Das hat für gleich mehrere Einsätze der Feuerwehr in Haltern gesorgt.

Haltern

, 17.02.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst ist das Orkantief Sabine über Haltern hinweggefegt, nun ist das Sturmtief Victoria durch Haltern gezogen und hat für mehrere Feuerwehreinsätze am Wochenende gesorgt.

Insgesamt sechs Mal sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr von Sonntag bis zum Montagmorgen sturmbedingt ausgerückt. Den Anfang machte ein Sturmeinsatz an der Straße Zum Büning gegen 9.58, dort war eine kleine Birke umgekippt. Dann ging es gegen 12.24 Uhr weiter auf der Granatstraße. Später am Abend zwischen 18 und 19.45 Uhr kam es dann noch zu Einsätzen an der Hullerner Straße sowie am Hennewiger Weg.

Bäume bis zu 30 Zentimeter Durchmesser fallen auf die Straßen

„Es waren immer umgeknickte und umgestürzte Bäume der verschiedenen Gütestärken von 25 bis 30 Zentimetern bis zu losen Ästchen, die auf der Straße lagen“, sagt Werner Schulte, Leiter der Feuer- und Rettungswache in Haltern. Dabei habe es sich um Bäume gehandelt, die durch den Sturm erfasst wurden und entweder auf der Fahrbahn lagen oder drohten, auf die Straße zu kippen.

So sei etwa die Granatstraße für die Aufräumarbeiten kurzzeitig für 10 bis 20 Minuten gesperrt gewesen, damit die Kollegen arbeiten konnten, so Schulte. Dort hatten sich Passanten vorab kurzerhand entschieden, den Baum auf der Fahrbahn selber mit einer Kettensäge zu zerteilen und wegzuräumen. Allerdings ohne Schutzkleidung, Brille oder Handschuhe.

„Wenn die Feuerwehr alarmiert ist, dann kommt die auch“

„Wenn die Feuerwehr alarmiert ist, dann kommt die auch“, sagt Werner Schulte. Bei so vielen Einsätzen gleichzeitig könne das schonmal länger dauern, da die Einsätze priorisiert würden. Dass Passanten bei einem Sturm ohne Schutzvorkehrungen selber tätig würden, das hält Schulte für schwierig. Er rät: „Wenn man sich nicht aufhalten lassen kann, sollte man zumindest die nötige Schutzkleidung tragen.“

Wer an der Einsatzstelle eintreffe, dem rät Schulte, die Feuerwehr zu alarmieren, die Einsatzstelle zu sichern und am Fahrzeug das Warnblinklicht einzuschalten und auf die Gefahrenstelle hinzuweisen.

Im Vergleich zu Sabine habe Victoria aber für weniger Einsätze in Haltern gesorgt. Auch eine kreisweite Einsatzleitung sei an diesem Wochenende nicht erforderlich gewesen. „In Haltern haben wir Glück gehabt, bei Sabine und bei Victoria“, so Schulte.

Victoria wehte am Sonntag mit bis zu 100 Stundenkilometern durch Nordrhein-Westfalen. Bei Rheine stürzte ein Baum auf eine Oberleitung.

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