Superhelden mit Blutspendeausweis

SYTHEN Um Leben zu retten, braucht man kein Superheldenkostüm. Mut, sich von einer Nadel stechen zu lassen, reicht. Das Deutsche Rote Kreuz veranstaltete im Pfarrheim St. Joseph ihre erste Blutspendenaktion des Jahres.

von Friederike Müllender

, 12.01.2009, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oswald Wenke und Steffi Kullick.

Oswald Wenke und Steffi Kullick.

Blutspenden an sich ist ganz unkompliziert. Nach der Aufnahme der Personalien und einem kurzen Check beim Arzt, werden 500 Milliliter Blut abgenommen und ins Blutspende Institut nach Münster geschickt. Dort wird das Blut untersucht und aufbereitet, um es an Krankenhäuser weiterzuverkaufen.

Profit macht diese gemeinnützige GmbH nicht. Mit dem Geld werden lediglich die laufenden Kosten abgedeckt. Spenden können alle gesunden Menschen zwischen 18 und 68 Jahren.

Das Ehepaar Steffi und Dennis Kullick engagiert sich seit Jahren im Deutschen Roten Kreuz. Seit zwei Jahren organisieren sie etwa 13 Blutspendenaktionen jährlich im Raum Haltern am See.

Empfangen der Blutspender Unterstützt werden die beiden von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. "Neue Helfer sind bei uns immer herzlich willkommen", lädt Dennis Kullick Interessierte ein. Auch wenn man kein Blut sehen könne - Hilfe beim Buffet oder beim Empfangen der Blutspender können sie immer gebrauchen, betont er. Gute Gründe Blut zu spenden, gebe es viele, erklärt das Ehepaar. Man kann nicht nur anderen Menschen oder sich selbst nach einem Unfall helfen.

Vorteil ist die kostenlose Blutuntersuchung Auch gewöhnt sich der Körper daran, Blut zu verlieren, und bei einem eventuellen Unfall mit Blutverlust reagiert er besser. Ein weiterer Vorteil ist die kostenlose Blutuntersuchung, natürlich ist dies nicht mit einer ausführlichen Blutbildanalyse beim Arzt zu vergleichen, trotzdem wird man bei Auffälligkeiten kontaktiert.

Marlis und Hans Mrotz spenden schon seit Jahren. Sie hat schon 54 mal gespendet, ihr Mann sogar schon 99 mal. Sie kommen immer extra aus Herten. "Die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre hier motiviert uns zu helfen", erklärt Marlis Mrotz

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