„Traurig, das zu sehen“ - XXL-Insektenhotel in Haltern demoliert

Vandalismus

Das 150 Kilo schwere XXL-Insektenhotel am Blauen Klassenzimmer an der Stever ist von Unbekannten beschädigt worden. Die Täter nutzten die entstandenen Bruchstücke für noch mehr Zerstörung.

Haltern

, 10.06.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das XXL-Insektenhotel ergänzt das Blaue Klassenzimmer an der Stever. Unbekannte rissen Bruchstücke aus der Verkleidung und richteten weiteren Schaden an.

Das XXL-Insektenhotel ergänzt das Blaue Klassenzimmer an der Stever. Unbekannte rissen Bruchstücke aus der Verkleidung und richteten weiteren Schaden an. © Eva Nestel

Als Ergänzung zum Blauen Klassenzimmer wurde Anfang Mai 2021 ein XXL-Insektenhotel in Haltern errichtet. Nun sorgte die mutwillige Demolierung bei der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband (EGLV) für Bestürzung. Zusätzlich zerstörten die Täter noch weitere Vogel-Nistkästen.

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„Leider gehört Vandalismus zu unserem Alltagsgeschäft, aber es ist immer wieder aufs Neue traurig, das zu sehen“, sagt Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin des Lippeverbandes. Aufgefallen war die Beschädigung Anfang dieser Woche – Betriebsleute seien auch bereits mit der Instandsetzung beauftragt worden.

Besonders traurig: Die Zerstörer rissen nicht nur Holzlatten aus der Außenwand des Hotels, sondern benutzten die Bruchstücke auch noch, um Vogel-Nistkästen aus den Bäumen zu holen.

Große Holzlatten sind aus der Verkleidung des Insektenhotels gerissen worden.

Große Holzlatten sind aus der Verkleidung des Insektenhotels gerissen worden. © Eva Nestel

„Wir haben die Vogelhäuschen im Februar aufgestellt und hatten noch am selben Tag Rotkehlchen, die eingezogen sind“, sagt Anne-Kathrin Lappe. Die Pressesprecherin wird deutlich: „Das geht alles zulasten der Gemeinschaft, also Steuerzahler, die die Instandsetzung jetzt mittragen müssen.“

Mit den Bruchstücken aus dem Insektenhotel schlugen die Täter die Vogelhäuser aus den Bäumen.

Mit den Bruchstücken aus dem Insektenhotel schlugen die Täter die Vogelhäuser aus den Bäumen. © Eva Nestel

Außerdem appelliert Anne-Kathrin Lappe an das Bewusstsein der Täter. „Selbst ohne die kleinsten Tiere kann unser Ökosystem nicht funktionieren“, sagt die Pressesprecherin und verspricht: „Deswegen würden wir uns auch niemals von solchen Leuten davon abhalten lassen, unsere Arbeit zu erledigen.“

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