Trinkwasser aus Haltern wird weiter kontrolliert

Gelsenwasser informiert

Die coliformen Bakterien, die im Trinkwasser des Wasserwerks Haltern nachgewiesen worden sind, stammen aus zwei Brunnenreihen auf dem Werksgelände. Dies ergaben die intensiven Nachforschungen, die Gelsenwasser und das Kreisgesundheitsamt Recklinghausen vorgenommen haben. Es wird aber weiter kontrolliert. Außerdem steht nun fest, um welche Bakterium-Gruppe es sich handelt.

HALTERN

, 27.05.2016, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trinkwasser aus Haltern wird weiter kontrolliert

Das Trinkwasser der Gelsenwasser AG hat eine Spitzenqualität.Bei einer Analyse wurden jetzt coliforme Bakterien entdeckt. Das Trinkwasser wird deshalb mit Chlordioxid behandelt.

Nachgewiesen wurden vor der Chlorung Bakterien der Gruppe Lelliottia. "Es handelt sich dabei um ein Umweltbakterium, das häufig vorkommt", sagte dazu Gelsenwasser-Sprecher Felix Wirtz auf Anfrage unserer Redaktion. "Wir sind froh, dass wir E-Coli-Bakterien (Darmbakterien) und auch Enterokokken ausschließen konnten", so Wirtz.

Die Brunnenreihen, in denen die Bakterien nachgewiesen werden konnten, sind bereits seit Mittwoch aus dem Betrieb genommen worden.

Chlorgeruch 

Die Desinfektion des Halterner Trinkwassers durch Chlorbleichlauge läuft zunächst weiter. "Wir müssen an fünf Tagen hintereinander den Nachweis der Bakterien vor Chlorung ausschließen, erst dann dürfen wir die Desinfektion beenden", so Felix Wirtz. Weiterhin können insbesondere empfindliche Personen möglicherweise in ihrem Leitungswasser einen leichten Chlorgeruch wahrnehmen.

Am Ausgang des Wassers aus dem Werk sind aktuell alle Proben ohne Befund. "Damit ist das Trinkwasser aus dem Wasserwerk einwandfrei und kann für alle Anwendungen im Haushalt genutzt werden, einschließlich der Lebensmittelzubereitung", teilt die Gelsenwasser AG mit. Das Unternehmen steht weiterhin in ständigem Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt. Die Wasserqualität wird laufend überwacht.

Fünf Tage

Bereits Donnerstagvormittag waren nach Untersuchungen des Kreisgesundheitsamtes die beiden Stämme E-Coli-Bakterien, die zu Durchfällen führen, und Enterokken ausgeschlossen worden, hatte Kreissprecherin Andrea Middendorf auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt.

Frühestens in der nächsten Woche, wenn fünf Tage kein Nachweis von Bakterien mehr erfolgt ist, kann die Desinfektion mit Chlorbleichlauge beendet werden.

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