Trotz andauernder Pandemie: Zahl der Arbeitslosen in Haltern sinkt

Arbeitslosigkeit

Mit einer Quote von aktuell 9,0 Prozent spricht die Agentur für Arbeit von einem „rasanten Abbau“ der Arbeitslosigkeit im Kreis. Der Rückgang zeigt sich auch in Haltern.

Haltern

, 30.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober betrifft vorwiegend jüngere Menschen unter 25 Jahren.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober betrifft vorwiegend jüngere Menschen unter 25 Jahren. © picture alliance / dpa

Im Oktober sind bei der Agentur für Arbeit 763 Menschen als arbeitslos gemeldet gewesen, das sind 52 Personen weniger als noch im September. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit aber dennoch höher: Im Oktober 2019 verzeichnete die Agentur für Arbeit 650 Arbeitslose in Haltern.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit aktuell 266 Personen gegenüber 263 Personen im September leicht angestiegen. Im Oktober 2019 gab es 202 Langzeitarbeitslose in der Stadt. Der Arbeitsmarktreport zeigt, dass Arbeitslosigkeit in Haltern nach wie vor insbesondere Menschen betrifft, die 55 Jahre oder älter sind. 189 der 783 Personen stammen aus dieser Gruppe. Unter den 15 bis unter 25 Jährigen sind 62 Personen arbeitslos, davon sind 6 unter 20 Jahre alt. Genau wie im September sind in Haltern mehr Männer (Oktober: 448, September: 470) als Frauen (Oktober: 315, September: 345) arbeitslos gemeldet.

„Der Corona-Effekt baut sich ab“

Im Kreis Recklinghausen bestätigt sich diese Entwicklung insgesamt: Die Agentur für Arbeit spricht von einem „rasanten Abbau“ der Arbeitslosigkeit, da mit 800 Arbeitslosen weniger als im September die Quote um 0,3 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent sank. Damit liegt sie zwar noch deutlich über der Quote von 2019 (7,7 Prozent), doch insbesondere jungen Menschen und Ausländern konnten wieder in den Arbeitsmarkt finden.

Die positiven Entwicklungen seien „saisontypisch“, so Agenturchef Frank Benölken.„Der Corona-Effekt baut sich zwar nicht so schnell wieder ab wie er sich aufgebaut hat, dafür aber wesentlich eher und stärker als erwartet.“ Mehr als ein Viertel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Kreis ist jedoch noch immer von Kurzarbeit betroffen.

Schockstarre aus dem Frühjahr überwunden

Benölken sieht den Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem „deutlich souveräneren Umgang mit der Pandemie als noch im Frühjahr“. Einerseits sei nach der damaligen „Schockstarre“ der Wunsch nach einer Qualifizierung oder neuen Beschäftigung bei vielen Menschen aufgekommen. Andererseits habe sich auch das Angebot an Jobs wieder stabilisiert: Mit 850 neuen Stellenmeldungen liegt der Bestand im Kreis nun bei etwa 3.400 offenen Stellen. „Da sich die meisten der ausgeschriebenen Tätigkeiten an Fachkräfte richten“, sagt Benölken, „sind abschlussorientierte Qualifizierungen der richtige Schritt auf dem Weg in eine neue Beschäftigung.“

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