Umfrage zum Stadtverkehr: Halterner bemängeln oft die Radwege-Situation

Online-Umfrage

Die Bürger in Haltern waren aufgefordert worden, die Verkehrssituation in der Stadt unter die Lupe zu nehmen. Knapp 1000 Halterner nahmen an der Online-Umfrage teil. Das sind die Ergebnisse.

Haltern

, 16.03.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Kritik: Kein Radweg am Schüttenwall, Radfahrer weichen häufig auf den Fußgängerweg aus.

In der Kritik: Kein Radweg am Schüttenwall, Radfahrer weichen häufig auf den Fußgängerweg aus. © Jürgen Wolter

Zwischen Oktober 2020 und Januar 2021 waren die Bürger aufgerufen, ihre Meinung zur Verkehrssituation in Haltern in Rahmen einer Online-Umfrage abzugeben. Eigens hierfür war die Beteiligungsplattform INKA (Individuelle Kartenanwendung) im Netz eingerichtet worden. Knapp 1000 Bürger folgten dem Appell der Stadt, es gab 263 Einträge - Anregungen, Wünsche, Ideen und auch Kritik. Klarer Spitzenreiter dabei: Der Radverkehr. 120 Einträge gab es zum Thema.

Schüttenwall im Fokus der Radler

Immer wieder im Fokus dabei der neuralgische Knotenpunkt Schüttenwall/Sixtusstraße. Dort leben Radler gefährlich, Konflikte mit dem Auto- und Lkw-Verkehr sind an der Tagessordnung. An der Recklinghäuser Straße wird insbesondere die schlechte Verkehrsführung für Radler angemahnt.

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Hinsichtlich einer nicht ausreichenden Radwegebreite wird der Stockwieser Damm kritisiert, zugleich aber auch mehr Platz für Fußgänger gefordert. Andernorts werden mangelhafte Radwegeoberflächen und fehlende Radwegeverbindungen im Stadtgebiet bemängelt.

Wunsch nach mehr Parkplätzen in der Innenstadt

Mehr Kurzzeit- und auch Abholerparkplätze wünschen sich die motorisierten Halterner. Bei insgesamt 83 Einträgen in der Kategorie Autoverkehr wird häufig das hohe Verkehrsaufkommen unter anderem auf der B 58 angemerkt. Fußgänger (19 Einträge) dagegen kritisieren gefährliche Situationen an Querungsstellen und Kreuzungen, unsichere Wegeführungen und Konfliktsituationen mit dem Kfz- und Radverkehr. Besonders hervorgehoben wird der Kreisverkehr an der Münsterstraße, wo der Vorrang der Fußgänger am Zebrastreifen regelmäßig missachtet wird.

Eher zurückhaltend äußerten sich die Bürger in der Kategorie Bus- und Bahnangebot (8). Hier stand der Wunsch nach besseren Verbindungen zwischen Lavesum und Sythen im Vordergrund.

Erhöhte Belastungen durch Lkw-Durchgangsverkehr

Der Durchgangsverkehr, der beispielsweise zu erhöhten Belastungen auf der Drususstraße und in der Straße Im Baaken führt, ist ebenfalls Thema. Unter Sonstiges (21 Einträge) sind Anmerkungen zur Aufenthaltsqualität und zum Erhalt von Spielplätzen und zu Grünanlagen (Erhalt Kardinal-von-Galen-Park) zu finden. Auch an dem erhöhten Verkehrslärm mancherorts erregen sich die Gemüter.

Die Ergebnisse aus der Online-Beteiligung fließen in das städtebauliche Verkehrskonzept ein, das vom Planungsbüro „stadtVerkehr“ in Hilden erarbeitet wird. Hierfür ist nach Auskunft der Stadt auch eine Parkraumerhebung geplant.

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