Umzug der Martin-Luther-Schule weiter im Zeitplan

Neuer Standort

Führt die hohe Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften in Modulbauweise etwa dazu, dass sich der Umzug der Martin-Luther-Schule zur Freiherr-von-Eichendorff-Schule verschiebt? Wir haben bei der Stadtverwaltung nachgefragt.

HALTERN

, 14.12.2015, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umzug der Martin-Luther-Schule weiter im Zeitplan

Der Umzug der Martin-Luther-Schule liegt im Zeitplan. Ob das Gebäude danach als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, ist derzeit noch unklar.

Bekanntlich sollen auf dem Gelände der Freiherr-von-Eichendorff-Schule Pavillons in Modulbauweise aufgestellt werden, um die Schüler der Martin-Luther-Schule aufnehmen zu können.

Modulbauweise

Die 6-Klassen-Pavillons sind nach Auskunft der Stadtverwaltung bereits beim Unternehmen „Alho – Modulare Gebäude“ mit Sitz in Morsbach im Siegerland bestellt worden: „Die Firma hat uns fest zugesagt, bis zu den Sommerferien mit dem Aufbau fertig zu sein. Danach erfolgt in den Ferien der Umzug und die Erstellung der Außenanlagen“, heißt es aus dem Rathaus.

Politik und Verwaltung hätten sich „bewusst für die Modulbauweise entschieden“, um den Zeitplan einhalten zu können. „So sind wir frei von Witterungseinflüssen.“ Insgesamt hat die Stadt 1,25 Millionen Euro für den Neubau zur Verfügung – inklusive bereits erfolgtem Abriss des Altgebäudes an gleicher Stelle und Umzug der Martin-Luther-Schule zur Eichendorffschule.

Weitere Nutzung

Was dann mit dem leer stehenden Gebäude der Martin-Luther-Schule am Hennewiger Weg passiert, ist derzeit noch unklar. Wie der Erste Beigeordnete der Stadt, Hans-Josef Böing, bereits mitgeteilt hat, sei darüber nachgedacht worden, das Gebäude zukünftig als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen (wir berichteten). Wirklich konkret seien diese Überlegungen Stand jetzt aber noch nicht. „Denn die mögliche Belegung ist entscheidend abhängig davon, wie das Thema Flüchtlingsankünfte und Flüchtlingszuweisungen im kommenden Jahr in Europa, Deutschland, NRW und auch Haltern am See weitergehen wird“, so Stadtsprecher Georg Bockey.

Wenn die Schule als städtische Unterkunft genutzt wird, müsste jedenfalls die Stadt auch die Kosten für den Umbau und Unterhalt übernehmen. „Verbunden natürlich mit der Hoffnung, dass Bund und Land uns die versprochenen finanziellen Mittel erstatten“, so Bockey weiter.

Die Fragen, wie hoch die Umbaukosten wären und wie viele Flüchtlinge dort untergebracht werden könnten, ließen sich derzeit noch nicht beantworten. 

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