Und plötzlich stand die Kanzlerin im Laden

Angela Merkel in Haltern

Angela Merkels straffer Zeitplan am Mittwochabend hat sie – zur Überraschung aller Beteiligten – nicht davon abgehalten, vier Halterner Geschäften an der Merschstraße einen kurzen Besuch abzustatten. Die Freude über diese Geste klang auch am Donnerstag noch nach.

HALTERN

, 11.05.2017, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Und plötzlich stand die Kanzlerin im Laden

Bundeskanzlerin Angela Merkel lacht mit Simone Brockmann und ihrer Kollegin Ulla Drost (v.l.).

Nadine Knäbel vom Wein- und Spirituosenladen Bilkenroth berichtet: „Frau Merkel kam zu uns rüber und meinte: ‚Ihr Geschäft sieht aber nett aus.‘“ Darauf habe sie der Bundeskanzlerin angeboten, kurz hineinzuschauen. „An ihrer Körpersprache war zu sehen, dass sie das Angebot kurz in Erwägung gezogen hat, aber dann meinte sie: ‚Die Bühne wartet leider‘. Wir haben uns trotzdem sehr gefreut!“

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Auch beim benachbarten Bäcker Wehren wurde man überrascht. Die 17-jährige Auszubildende Nadja Thewes erinnert sich: „Bei uns kam sie sogar hinein. Sie hat kurz ‚Hallo‘ gesagt und gefragt, ob unser Geschäft heute wegen ihres Besuchs anders laufe.“ So schnell wie sie erschienen war, sei sie dann aber auch schon wieder weitergezogen.

Besondere Vorfreude auf Angela Merkels Besuch in Haltern hat Claudia Zippwald, Inhaberin von „Tee am See“, nicht empfunden. „Ich war einfach skeptisch, weil ich mich gefragt habe, wer das ganze Drumherum bezahlen soll.“ Am Tag selbst sei ihre Stimmung aber umgeschlagen. Auf ihr Winken habe die Kanzlerin zu ihren Begleitern gesagt: „Oh schau, lass uns mal zu ‚Tee am See‘ gehen.“ Direkt im Anschluss habe man kurz geplaudert. „Ich war positiv überrascht. Es war sehr nett“, so Claudia Zippwald.

Kurze Berühmtheit

Eine besondere Geschichte hat Simone Brockmann vom Juwelier van der Beck erlebt. Als Angela Merkel sich mit ihr und Kollegin Ulla Drost unterhielt, knipste die Pressestelle der CDU ein Foto. Eingefangen wurden drei lachende Frauen, deren Foto auf der offiziellen Facebook-Seite der Kanzlerin landete. „Ich weiß wirklich nicht mehr, worüber wir gelacht haben. Ich war einfach perplex“, erzählt die Schmuck-Verkäuferin. Das Foto habe sich aber rasant verbreitet. „Meine Tochter studiert in Duisburg, trotzdem hatte sie es innerhalb von kurzer Zeit gesehen. Sie meinte zu mir: ‚Du und die Merkel? Ich glaub‘s nicht‘.“

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