Uneinigkeit über Einführung von Stoffbeuteln

Werbegemeinschaft Haltern

Um die Umwelt zu schonen sollen in der Seestadt weniger Plastiktüten in Umlauf gebracht werden. So jedenfalls lautet der Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die das Thema in der nächsten Ratssitzung (12. März) diskutieren will.

HALTERN

, 04.03.2015, 05:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uneinigkeit über Einführung von Stoffbeuteln

Derzeit bekommen die Kunden in Halterner Geschäften Plastiktüten, um ihre Einkäufe zu transportieren.

Auf Vorschlag der Fraktion soll die Verwaltung bei den ortsansässigen Kaufleuten dafür werben, freiwillig auf die Ausgabe von Plastiktüten zu verzichten. Die Grünen glauben, dass die Imagepflege und Kundenwerbung durch die Aktion „Haltern verzichtet auf Plastiktüten“ überzeugend wirken würde.

Christoph Kleinefeld als Geschäftsführer der Werbegemeinschaft hatte bereits signalisiert, dass man sich grundsätzlich vorstellen könne, in Kooperation mit der Stadt einen Stoffbeutel in Umlauf zu bringen.

Vorschlag ist umstritten

Eine einheitliche Meinung zu dem Thema gibt es unter den Kaufleuten allerdings nicht, weiß er. Deutlich wurde das, als das Thema auf einer Versammlung der Werbegemeinschaft am vergangenen Mittwoch in großer Runde ausgiebig diskutiert wurde. „Ich möchte lieber die Tüten mit meinem Geschäftslogo in der Innenstadt sehen“, zeigte sich ein Händler skeptisch. Nicht bei allen Mitgliedern stößt der Antrag der Grünen also auf Gegenliebe.

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Grundsätzlich könne man sich vorstellen, eine Kleinstmenge mit Halterner Motiven produzieren zu lassen und die Stoffbeutel anschließend den interessierten Mitgliedern anzubieten, so Kleinefeld. „Derzeit sind wir dabei, entsprechende Angebote einzuholen.“

Papiertüte nicht sinnvoll

Letztlich, da ist er sich sicher, hänge eine gelungene Umsetzung des Projektes auch wesentlich vom Verhalten der Kunden ab. „Damit der gewünschte Effekt erzielt werden kann, müssen letztlich die Kunden den Stoffbeutel zum Einkaufsbummel mitnehmen.“ Der Stoffbeutel könne die Plastiktüte nur bei mehrmaliger Verwendung ersetzen. Bisher werden Stofftaschen (1,50 Euro) nur von der Stadtagentur angeboten. Ihre Herstellung, besonders bei Verwendung von Baumwolle, verläuft zwar auch nicht umweltschonend. Aber sie haben bei entsprechender Verwendung eine längere Lebensdauer. Der Einsatz von Papiertüten sei keine geeignete Alternative, so Kleinefeld. Die Tüten seien nicht witterungsbeständig, argumentiert er.  

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