Meinung

Unfallkreuzung: Glück kann kein Maßstab für Verkehrssicherheit sein

Die Unfallkreuzung Sythener Straße/ Münsterstraße in Haltern sollte wegen mehrerer Unfälle schnell entschärft werden, hieß es im Sommer. Aber bis heute ist daraus nichts geworden.
Die Änderungen an der Kreuzung Sythener Straße, Münsterstraße lassen weiter auf sich warten. © Benjamin Glöckner

Drei Mal krachte es in der ersten Jahreshälfte 2021 an der Kreuzung Sythener Straße / Münsterstraße. Immer waren die Unfälle beim Linksabbiegen passiert, mal waren Motorradfahrer betroffen, mal Autofahrer. Es gab Verletzte. In so einem Fall meldet die Polizei das Geschehen, denn es waren drei Unfälle mit ähnlichem Hergang. Die Verkehrsunfallkommission des Kreises Recklinghausen mit Vertretern der Polizei, des Straßenbaulastträgers (Straßen.NRW) und der Straßenverkehrsbehörde befasste deshalb sich mit der Situation und sah sich die Kreuzung vor Ort an. Sie beschloss Änderungen, die zeitnah umgesetzt werden sollten. Eine davon: Straßenbaulastträger Straßen.NRW wurde beauftragt, die Linksabbieger-Ampelregelung zu ändern. Das war im Juni.

Passiert ist seitdem: Nichts! Man habe den Vorgang noch nicht prüfen können, heißt es nur. Versteht man das unter schneller Umsetzung? Zum Glück ist seitdem dort kein schwerer Unfall mehr passiert, was aber wahrscheinlich auch der Tatsache zu verdanken ist, dass der Ausflugs- und Motorradverkehr in Haltern und Sythen in diesem Sommer wegen vieler Regentage weniger intensiv war als in den Vorjahren. Das hätte auch anders sein können. Die Verkehrsteilnehmer haben also wahrscheinlich noch mal Glück gehabt. Aber: Glück kann kein Maßstab für Verkehrssicherheit sein. Es wird Zeit, endlich zu handeln.

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.