Ungeimpfte Kinder müssen zu Hause bleiben

Windpockenfälle in zwei Einrichtungen

Das Wort "Windpocken-Infektion" ist fett gedruckt in dem Schreiben, das das Kreisgesundheitsamt vorgestern an die Eltern der Kinder, die die städtische Kindertageseinrichtung Conzeallee besuchen, verteilen ließ. Drei Windpockenfälle hat es dort gegeben, wie Stadtsprecher Georg Bockey am Freitag auf Anfrage der Halterner Zeitung bestätigte. Das hat weitreichende Folgen für einige Kinder der Einrichtung - und ihre Eltern.

HALTERN

, 19.02.2016, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
ILLUSTRATION - Eine mit Wasser gefüllte Spritze mit dem Aufkleber eines Impfstoffes gegen Windpocken wird am 04.03.2015 in einer Arztpraxis in Berlin gehalten. Foto: Lukas Schulze/dpa (zu dpa "240 Windpocken-Infektionen in Berlin" vom 04.03.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ILLUSTRATION - Eine mit Wasser gefüllte Spritze mit dem Aufkleber eines Impfstoffes gegen Windpocken wird am 04.03.2015 in einer Arztpraxis in Berlin gehalten. Foto: Lukas Schulze/dpa (zu dpa "240 Windpocken-Infektionen in Berlin" vom 04.03.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

"Zur Begrenzung des aktuellen Ausbruchs wird den Kindern der Besuch des Kindergartens bei Fehlen einer entsprechenden Impfung beziehungsweise nicht durchgemachter Windpockenerkrankung untersagt", heißt es in dem Schreiben des Kreisgesundheitsamtes an die Eltern, das auch der Redaktion vorliegt.

Bis zum 6. März

Der "Ausschluss" der nicht geimpften Kinder gilt seit dem 17. Februar - und endet am 6. März. "Das ist der gängige Vorgang", so Florian Adamek vom Kreis Recklinghausen auf Anfrage der Redaktion. Nach gestrigem Stand sind, so Georg Bockey, 28 Kinder der Conzeallee von dem Ausschluss betroffen. Auch in einer Großtagespflegestelle in Haltern gab es einen Windpockenfall - dort tritt nun die gleiche Regelung in Kraft. Von weiteren Fällen in Haltern war dem Jugendamt gestern noch nichts bekannt. Auch beim Kreisgesundheitsamt waren gestern nur diese beiden Fälle bekannt, wie Florian Adamek bestätigte.

Keine Not-Gruppe

Für viele berufstätige Eltern könnte der "Ausschluss" zu einem Problem werden. "Es ist aber in der Tat so, dass die Kita nun keine andere Möglichkeit bieten kann", so Georg Bockey. Als mögliche "Krankheitsträger" dürfen die nicht geimpften Kinder natürlich auch nicht in anderen Kindergärten oder bei Tageseltern untergebracht werden. Dort bestünde dann auch erhöhte Ansteckungsgefahr.

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