Urlaub im Wohnmobil ist in Coronazeiten sehr beliebt, auch in Haltern

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Familie Beer aus der Schweiz ist begeistert vom Wohnmobilstellplatz am Aquarell. Anderen Campern ist es auf einigen Stellplätzen inzwischen aber auch zu voll.

Haltern

, 29.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Wohnmobilstellplatz am Aquarell in Haltern landeten sie mehr oder weniger durch Zufall. Doch dann waren Alfred und Dora Beer aus der Schweiz sehr positiv überrascht, was Haltern am See alles zu bieten hat.

„Wir waren an der Nordsee auf Sylt“, berichtet das Ehepaar, das mit seiner Tochter Samira unterwegs war. „Aber dort ist das Wetter jetzt schlechter, so dass wir uns entschlossen haben, langsam wieder die Heimreise anzutreten.“

Die Beers kamen aus Oyten in Niedersachsen und wollten am Wochenende noch die Weiterreise Richtung Aachen und Trier antreten. „Haltern kannten wir bisher nicht, aber wir haben einen Reiseführer zu den Stellplätzen für Wohnmobile und dem sind wir gefolgt“, so Alfred Beer.

„So schöne Plätze gibt es in der Schweiz nicht“

Vom Stellplatz am Aquarell waren die Schweizer, die im Kanton Bern wohnen, sehr angetan. „So schöne Plätze gibt es in der Schweiz nicht“, sagt Alfred Beer. „Die Stellplätze hier in Haltern sind sehr breit, so dass man genügend Platz hat. Außerdem liegen sie im grünen Umfeld und das ist sehr angenehm.“

Nach ihrer Ankunft waren die Beers zunächst zum Essen in der Innenstadt. Dann machten sie sich auf eine Radtour um den Halterner Stausee. „Wir haben nicht gewusst, dass es hier so schön ist“, sagt Dora Beer.

Die Familie war mit einem geliehenen Wohnmobil unterwegs. „Wir machen das jetzt zum vierten Mal und gerade in der Corona-Situation schien uns das die bessere Alternative“, sagt Alfred Beer. Zwar sei es auch an der Nordsee nicht extrem überlaufen gewesen, aber trotzdem sei es ihnen zurzeit lieber, im Urlaub etwas Abstand halten zu können.

Auch ihre Rückreiseroute mussten die Beers genau planen. „Eigentlich wollten wir noch nach Luxemburg, aber wenn wir dahin fahren, müssen wir anschließend in der Schweiz zwei Wochen in Quarantäne. Das können wir uns beide nicht leisten“, so Alfred Beer.

Haltern am See statt Norwegen: Mechthild und Rolf Winking aus Dinslaken auf dem Wohnmobilstellplatz am Aquarell.

Haltern am See statt Norwegen: Mechthild und Rolf Winking aus Dinslaken auf dem Wohnmobilstellplatz am Aquarell. © Jürgen Wolter

Stammgäste auf dem Wohnmobilstellplatz am Aquarell sind dagegen Mechthild und Rolf Winking aus Dinslaken. Sie kommen häufig übers Wochenende nach Haltern, weil auch sie den Stellplatz am Aquarell sehr schätzen. „Unser eigentliches Ziel Norwegen konnten wir in diesem Sommer wegen der Coronakrise nicht ansteuern, deshalb beschränken wir uns unter anderem auf ein paar Besuche in Haltern“, sagt Rolf Winking.

„Es wird überall immer voller“

Seit 30 Jahren ist das Ehepaar schon mit dem Wohnmobil unterwegs. „Leider ist das heute nicht mehr das individuelle Reisen, das es früher war“, bedauert Mechthild Winking. „Seit die Wohnmobile einen solchen Boom erleben, wird es überall immer voller. Und die Corona-Situation hat in diesem Jahr das Problem noch verschärft.“

Die Nachfrage nach dem Wohnmobilstellplatz ist allmählich wieder auf Vorjahresniveau, stellt Thomas Liedtke, Pressesprecher der Halterner Stadtwerke, fest. „Zunächst war der Stellplatz ja auch geschlossen“, so Liedtke. „Am 11. Mai haben wir dann wieder geöffnet und seitdem stellen wir eine steigende Nachfrage fest.“ Im Mai waren es 201 Übernachtungen (2019: 629). Im Juni zählten die Stadtwerke 718 Übernachtungen (726) und in den ersten vier Juliwochen 655 (705 bis Ende Juli 2019). „Da spielt sicher auch das schlechtere Wetter eine Rolle“, sagt Thomas Liedke.

Wenn die 30 Stellplätze auf dem Wohnmobilplatz nicht mehr ausreichen, können die Fahrzeuge auch für eine Nacht auf dem Parkplatz vor dem Aquarell-Bad abgestellt werden. „Das war schon mehrfach in diesem Jahr der Fall“, so der Pressesprecher.

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