Verfahren wegen sexueller Übergriffe eingestellt

Vorfälle im Aquarell abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft Essen hat zwei Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung im Freizeitbad "Aquarell" eingestellt. Einer der beiden Vorfälle hatte sich am 16. April ereignet.

HALTERN

, 23.05.2016, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verfahren wegen sexueller Übergriffe eingestellt

Keine Probleme mit männlichen Flüchtlingen im Aquarell

Ein unbekannter Mann betrat damals die Männerdusche, in der sich auch zwei zehnjährige Jungen aufhielten. Er näherte sich ihnen und nahm sexuelle Handlungen an sich vor. Dabei soll er sich so vor die Tür der Dusche gestellt haben, dass die Kinder Angst hatten, sie zu verlassen. Erst nach einigen Minuten ließ er die Kinder gehen.

Trotz intensiver Bemühungen der Polizei konnte der Täter nicht ermittelt werden. "Die Ermittlungen sind daher kürzlich eingestellt worden", erklärte Oberstaatsanwältin Anette Milk, Sprecherin der Essener Staatsanwaltschaft, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Erzieherisches Gespräch

Ein weiteres Verfahren gegen zwei junge Männer, die im November vergangenen Jahres Mädchen im Freizeitbad Aquarell sexuell belästigt haben sollen, sei gemäß Paragraf 45 Jugendgerichtsgesetz eingestellt worden. Mit den beiden jungen Männern sei ein erzieherisches Gespräch geführt worden, so Milk.

Ihnen war vorgeworfen worden, mehrere Badegäste im Alter von etwa zwölf Jahren auf der Rutsche an verschiedenen Körperstellen berührt und auf diese Weise sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall hatte sich am 14. November ereignet. Als der Vater eines der Mädchen davon erfuhr, war er vor Ort auf die jungen Männer losgegangen. Die Bademeister im Aquarell konnten noch rechtzeitig einschreiten und eine Auseinandersetzung verhindern, ehe schließlich die Polizei eintraf.

Das Aquarell zieht aus den beiden Vorfällen Konsequenzen. So sollen Kameras in Zukunft die Eingänge zum Hallenbad, zur Sauna und zum Freibad überwachen.

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