Vergeben Sie Schulnoten für den Wasserspielplatz

Stadtmühlenbucht

Die Stadt Haltern am See zeigt sich rund zwei Wochen nach der Eröffnung des Wasserspielplatzes in der Stadtmühlenbucht zufrieden. Bei den Besuchern kommt das Gelände ebenfalls gut an. Es gibt aber auch Kritik.

HALTERN

, 24.07.2017, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vergeben Sie Schulnoten für den Wasserspielplatz

Die fünfjährige Luise ist ganz begeistert von den Wasserspielen.

Mia (10) hat die anderen Kinder gut beobachtet. Sie weiß, dass aus den Drüsen am Boden Wasser spritzt, wenn die Wippe bewegt wird. Das erzählt sie Arne (14) aber nicht. Nichtsahnend setzt der sich auf das Spielgerät, nur um kurze Zeit später erschrocken wieder aufzuspringen, als ihn der Wasserstrahl am Rücken trifft. „Das war super. Arne ist total nass geworden“, sagt Mia und lacht.

Dann gehen die beiden Kinder zum nächsten Spielgerät. Hier müssen sie ihr Gewicht von links nach rechts verlagern, um Wasser aus dem Untergrund hochzupumpen. Mia schafft das aber nicht alleine, sie ist zu leicht. Sie braucht die Hilfe von Darius Nowak.  

 

Die Familie ist zum ersten Mal auf dem neuen Wasserspielplatz und total begeistert. Die Kinder probieren alles aus, rätseln, welche Pumpe wo Wasser sprudeln lässt und machen sich gegenseitig nass. Auch Darius Nowak sieht nur Positives. „Es ist wirklich schön geworden. Ich mag auch die Natursteine und das Holz, das sieht super aus“, sagt er.

In der Fotostrecke erfahren Sie, was die Stadt zu Kritikpunkten sagt.

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Kleine Baustellen in der Stadtmühlenbucht

Zwei Wochen nach der Eröffnung des Wasserspielplatzes in der Stadtmühlenbucht hat die Stadt noch einige kleine Probleme zu lösen.
24.07.2017
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Die Skulptur auf dem Boden ist mit Sand verstopft. Dass der Sand das Wasser staut, sei gewollt, teilt die Stadt Haltern auf Nachfrage mit. © Foto: Victoria Thünte
Die Kinder sollen sehen, dass sich das Wasser dann andere Wege sucht. Außerdem ist die Fläche so konzipiert, dass der Regen den Sand wegspült.© Foto: Victoria Thünte
Derzeit ist der Baubetriebshof für die Reinigung zuständig. Zweimal pro Woche wird die Fläche gereinigt.© Foto: Victoria Thünte
Immer wieder nutzen Kinder den flachen Einstieg ins Wasser auf der kleinen Insel, um sich abzukühlen. An dieser Stelle ist das Baden allerdings verboten.© Foto: Victoria Thünte
Überall dort, wo das Baden nicht ausdrücklich erlaubt ist, gilt nämlich ein generelles Badeverbot.© Foto: Victoria Thünte
Die Stadt werde beobachten, wie häufig das Badeverbot missachtet wird, und eventuell die Schilder ergänzen, sagt Baudezernentin Anette Brachthäuser.© Foto: Victoria Thünte
Fest installierte Mülleimer fehlen auf dem Gelände noch. Die Stadt testet derzeit mit großen Tonnen, wie viel Müll anfällt, und will dann entscheiden, wie viele Mülleimer wo aufgestellt werden.© Foto: Victoria Thünte
Fünf Pumpen im vorderen Bereich sind noch nicht in Betrieb, weil ein Probelauf gezeigt hat, dass sie nicht richtig funktionieren. Die zuständige Firma bessert gerade nach.© Foto: Victoria Thünte
Mia (10) ist zu leicht, um die Pumpen alleine zu bewegen. Sie braucht Hilfe von ihrer Familie Darius Nowak und Arne (14).© Foto: Victoria Thünte
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Iris van den Wittenboer hingegen kritisiert, dass ihre Enkelinnen die Pumpen nur mit viel Anstrengung bewegen können. Luise (5) lässt sich davon aber nicht die Laune verderben. Schließlich sind noch andere Kinder da, die die Pumpen bedienen können, während sie ihre Hände in den dadurch entstehenden Wasserstrahl hält.

Auch für Pärchen und Rentner interessant

Doch nicht nur Kinder halten sich auf der neu gestalteten Fläche auf. Ein Pärchen hat es sich auf einer Bank mit belegten Brötchen gemütlich gemacht. Auf der höher gelegenen Kiesfläche spielt eine Rentnergruppe Boule. Wer gerade nicht an der Reihe ist mit Werfen, steht am Geländer und schaut hinunter auf die tobenden Kinder. Spaziergänger überqueren die schwimmende Brücke und freuen sich über die kleine naturbelassene Insel.

Doch noch ist nicht alles fertig: Fest installierte Mülleimer fehlen, einige Pumpen sind außer Betrieb. Und Iris van den Wittenboer vermisst Schattenplätze für die Kinder. „Wenn es wirklich heiß ist, können die Kinder nur in der Sonne spielen. Das ist etwas schade. Aber mal gucken, wie es wird, wenn die Bäume mal groß sind“, sagt sie. Insgesamt zieht aber auch sie ein positives Fazit: „Mit dem Sand und dem Wasser, das ist ein Gefühl wie im Urlaub.“

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