Verletzte und verschwundene Katzen beunruhigen Halternerin

rnKatze schwer verletzt

Eine ihrer Katzen kam mit schwerer Beckenprellung vom Freigang zurück, andere sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Bianka Wachenfeld aus Haltern ist beunruhigt.

Haltern

, 15.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 16 Jahren wohnt Bianka Wachenfeld in der Nähe der Laurentiuskirche und fühlt sich hier sehr wohl. Tiere gehörten immer zu ihrem Haushalt, zuletzt zwei Katzen und zwei Hunde. Neue Katzen wird sie sich aber nicht mehr anschaffen, denn sie sorgt sich um deren Sicherheit.

„2016 holte ich ein Katzenpärchen vom Bauernhof“, erinnert sich Bianka Wachenfeld. „Loki und Schmidt verstanden sich ausgezeichnet mit unserer Hündin. Nach eineinhalb Jahren, am 25. Dezember, kam Schmidt nicht mehr zurück. Er war gechippt, aber die Suche beim Tierregister Tasso und über soziale Medien erbrachte nichts.“

Loki und Schmidt in Haltern

Als Gesellschaft für Loki holte sich Bianka Wachenfeld zwei neue Kätzchen aus dem Tierheim, aber nach einem halben Jahr kam auch eine von ihnen nicht mehr zurück. Zur gleichen Zeit tauchte Loki mit einer schweren Rissverletzung am Schwanz auf.

Vor zwei Wochen verschwand auch sie zunächst, kam dann nach mehreren Tagen mit einer Beckenprellung und einem gebrochenen Schwanz zurück. „Die Krafteinwirkung kam bei der Verletzung genau von oben, das schließt ein Auto eigentlich aus“, sagt Bianka Wachenfeld.

Auch kurz nach ihrem Einzug war schon eine Katze verschwunden. „Als ich sie damals per Aushang suchte, bekam ich einen merkwürdigen Anruf, dass die Katze tot sei“, berichtet sie.

„Über soziale Medien habe ich erfahren, dass auch andere Katzenbesitzer aus der Römersiedlung von vermissten Katzen berichten, und zwar unverhältnismäßig viele“, sagt Bianka Wachenfeld. Sie kann sich die Ursache nicht erklären. Möglicherweise seien hier Katzenfänger unterwegs oder irgendwo wohne vielleicht ein Katzenhasser, der möglicherweise der Meinung sei, dass Katzen eine Gefahr für Singvögel seien. „Aber das ist natürlich Spekulation. Auch bei gefütterten Katzen bleibt zwar der Jagdinstinkt erhalten“, weiß Bianka Wachenfeld. „Aber in unserem Garten leben viele Vögel, die auch nicht von den Katzen gejagt werden.“ Loki sei zudem extrem scheu und würde sich von niemandem anfassen lassen oder in fremde Wohnungen gehen.

Anzeige gegen Unbekannt erstatten

Für Loki, die sich langsam, von ihrer Verletzung erholt, hat Bianca Wachenfeld jetzt einen Draht-Hühnerstall zum Freiluftgehege umfunktioniert. Frei laufen lassen möchte sie sie nicht mehr.

Bianka Wachenfeld erwägt, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. „Das bringt zwar nicht viel, aber ich will das auch nicht einfach so hinnehmen“, sagt sie. Falls andere Katzenbesitzer in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht haben, können sie sich mit ihr in Verbindung setzten unter:

makeachoicealice@web.de.

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