Verspätete Eröffnung an der Lohausstraße: Das sagen die Halterner über die neue Kita

rnFotos von der Kita

Mit neunmonatiger Verspätung ist am Mittwoch die Kita an der Lohausstraße eröffnet worden. Nach einem Kennenlern-Tag wird der normale Betrieb mit 86 Kindern am Donnerstag aufgenommen.

Haltern

, 28.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude war allen Beteiligten anzumerken. Denn eigentlich sollte der Fünf-Gruppen-Kindergarten an der Lohausstraße ja längst seine Arbeit aufgenommen haben. Vergessen waren am Mittwoch das lange Warten und aller Frust wegen der immer wieder neuen zeitlichen Verzögerungen durch den General-Bauunternehmer und aufgetretener Baumängel. Kindergartenleiterin Julia Slawinjak und ihr Team aus zwölf weiteren Erzieherinnen und einem Erzieher sowie zwei Hauswirtschaftskräften und natürlich Eltern, Großeltern und Kinder waren schlichtweg begeistert. Zwischen 10 und 15 Uhr strömten die Besucher zahlreich in die Kita der Arbeiterwohlfahrt, um sich ein Bild von der neuen Betreuungs- und Fördereinrichtung für ihre Kleinen zu machen.

Hell, freundlich und groß

„Das lange Warten hat sich gelohnt“, stellten denn auch viele Halterner fest. Das Tageslicht strömt im Erdgeschoss und im oberen Stockwerk durch große Fenster. In Pastellfarben und Naturholz-Tönen sind Mobiliar und Bodenbeläge gehalten. Die Mitarbeiter hatten die Einrichtung gemeinsam ausgesucht. Umso zufriedener sind sie nun an ihrem neuen Arbeitsplatz. Der Wohlfühl-Charakter im Innern des mit 2000 Quadratmetern großzügig gebauten Gebäudes wird aber auch von den Gästen gelobt.

Arbeiten auf dem Spielplatz sind noch nicht beendet

Auch draußen steht mit etwa 2000 Quadratmetern Fläche ein riesiger Spielplatz zur Verfügung. Bald jedenfalls. Derzeit wird noch hektisch an der Fertigstellung gearbeitet. Julia Slawinjak hofft, dass er in wenigen Wochen genutzt werden kann. Trotz alledem freut sich die Pädagogin, dass der Betrieb in der Kita nun endlich aufgenommen wird: „Wir sind überglücklich“, sagt sie. „Alle Mitarbeiter sind hochmotiviert.“

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Kita-Eröffnung in der Lohausstraße

Mit enormer Verzögerung ist am Mittwoch die Awo-Kita an der Lohausstraße eröffnet worden. Zum Kennenlern-Tag kamen zahlreiche Kinder mit ihren Eltern und Großeltern. Am Donnerstag (29. August) beginnt dann für die Ein- bis Sechsjährigen die Eingewöhnungsphase im Kindergarten.
28.08.2019
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Die Kita an der Lohausstraße ist nun endlich eröffnet worden. Im Außenbereich sind die Arbeiten allerdings noch nicht beendet.© Elisabeth Schrief
Kindergartenleiterin Julia Slawinjak (l.) und Erzieherin Yasemin Tuna schätzen den Bewegungsraum im Eigangsbereich der Kita an der Lohausstraße. Bei Bedarf können Zwischenwände zugezogen und der Raum auch als Aula genutzt werden.© Ingrid Wielens
Sanfte Pastelltöne auch im oberen Stockwerk der Kita strahlen Behaglichkeit und Ruhe aus. © Ingrid Wielens
Hell, freundlich, sanfte Farben - hier stellen (v.l.) Yasemin Tuna, Marina Schiffer und Alexandra Hertel den Gruppenraum der "Veilchen"-Gruppe für die ein- bis zweijährigen Kinder vor.© Ingrid Wielens
Die beiden Gruppen für die Unter-Dreijährigen verfügen jeweils über einen eigenen Schlafraum.© Ingrid Wielens
Jede Gruppe hat ein eigene Toilette mit Wickelraum.© Ingrid Wielens
Die Arbeiten im Außenbereich gehen zwar zügig voran, der Spielplatz allerdings kann derzeit noch nicht benutzt werden.© Ingrid Wielens
Durch die großen Bullaugen im Dach strömt viel Licht ins Obergeschoss.© Ingrid Wielens
Eine gemütliche Leseecke lädt zum Verweilen ein.© Ingrid Wielens
Ein Haken für die Jacke und ein Fach für jedes Kind. Damit jeder seine Sachen auch wiederfinden kann, ist der Garderoben-Platz mit niedlichen Symbolen versehen.© Ingrid Wielens
Kinder vom 3. bis zum 6. Lebensjahr haben ihre Gruppenräume im Obergeschoss der Kita.© Ingrid Wielens

Gleich im Eingangsbereich befindet sich ein großer Bewegungsraum mit Klettermöglichkeiten und viel Platz zum Toben. Bei Bedarf kann er auch als Veranstaltungsraum genutzt werden, dann kommen bewegliche Trennwände zum Einsatz. Die ein- bis dreijährigen Kinder haben zwei Gruppenräume parterre, die Ü-3-Kinder müssen rauf in den ersten Stock. Dort gibt es drei weitere Gruppenräume. Bauklötze, kleine Kletter-Podeste, Ecken, in denen man sich verkleiden, mit Puppen spielen oder malen kann, werden von den kleinen Besuchern umgehend in Beschlag genommen. Zudem hat jede Gruppe oben ihren eigenen Speiseraum.

Eingewöhnungsphase beginnt am Donnerstag (29. August)

Für insgesamt 65 Kinder beginnt dann ab Donnerstag (29. August) die Eingewöhnungsphase. Rund 14 Tage lang kommen sie, in Gruppen aufgeteilt, für eineinhalb Stunden mit ihren Eltern in die Kita. „Wir bauen den Kontakt zu den Kindern vorsichtig und langsam auf“, erklärt Julia Slawinjak. Sobald das Kind sich von dem Erzieher trösten lasse, habe es sich eingewöhnt. Den weiteren 21 Kindern, die bereits an der Übergangsbetreuung im Trigon teilgenommen hatten, wird der Start ins Kindergartenjahr dabei wohl leicht fallen. Julia Slawinjak meint: „Wir kennen uns ja bereits seit einigen Wochen.“

Ein Arbeitsschwerpunkt

Kinder werden für Natur und Nachhaltigkeit sensibilisert

Ökologische Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit - unter diesem Motto wurde die Kita in der Lohausstraße eingerichtet. Auf Plastik wurde beispielsweise weitgehend verzichtet. In ihrer Vorbildfunktion wollen die Erzieher den Kindern auch entsprechende Werte mit auf den Weg zu geben: Im Garten werden naturbelassene Bereiche zur Beobachtung von Pflanzen und Lebewesen geschaffen. Es gibt regelmäßige Waldtage, Wandertage und Ausflüge in die Natur. Zudem sollen die Kinder in Bezug auf ihren Strom- und Wasserverbrauch sowie für den Verzicht auf Plastik und Kunststoff in Form von Verpackung, Spielzeug und Geschirr sensibilisiert werden. Für die Herstellung der Kita-Speisen (Frühstück, Mittagessen) bezieht der Kindergarten Bio-Lebensmittel.
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