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Vorsicht vor DVB-T2 HD in Haltern am See

Umstellung am 29. März

Die Werbung klingt verlockend: Weil am 29. März Schluss ist mit dem Fernsehempfang über das sogenannte DVB-T, sollte man nun rechtzeitig umsteigen auf das neue DVB-T2 HD. Für 69 Euro pro Jahr und Gerät könnte man nach einer kostenlosen Einführungsphase TV-Sender in HD-Qualität empfangen - billiger als jeder Kabelanschluss. Und somit wäre die Umstellung auch für Kabelkunden interessant. Doch Vorsicht: In Haltern am See sind die Signale kaum zu empfangen.

HALTERN

, 13.02.2017 / Lesedauer: 2 min
Vorsicht vor DVB-T2 HD in Haltern am See

Am 29. März wird das digitale Antennenfernsehen in 18 Ballungsgebieten auf DVB-T2 umgestellt, andere Regionen folgen bis spätestens Frühjahr 2019. Foto: Maurizio Gambarini

"Wer wie wir in der Innenstadt und im Untergeschoss sitzt, hat gar keinen Empfang terrestrischer Sender", sagt René Leipholz von Philipps-TV&Highend an der Merschstraße. "Nur in höheren Lagen wie Annaberg, Silverberg, Hochhäusern im Obergeschoss oder Randlagen der Stadt, ist überhaupt ein DVB-T-Empfang möglich", so der Experte. Leipholz geht davon aus, dass nur etwa fünf Prozent der Halterner einen solchen Anschluss besitzen. Sie müssen allerdings umrüsten, denn sonst sitzen sie ab Ende März vor einem schwarzen Bildschirm.

Neues Logo

Antennenfernsehen ist ab der Umstellung am 29. März nur noch mit Geräten möglich, die das "DVB-T2 HD" Logo besitzen. Es kennzeichnet Geräte, die einem doppelten Kompatibilitäts-Erfordernis genügen. Diese Geräte sind künftig uneingeschränkt kompatibel zu dem in Deutschland neu eingesetzten Codierstandard HEVC, und sie sind zugleich anschlussfähig für die Technik verschlüsselt gesendeter Übertragungen des deutschen Privatfernsehens.

Was bisher aber kostenlos empfangen werden konnte, wird dann, wie bereits erwähnt, bis auf die 20 öffentlich-rechtlichen Fernsehsender kostenpflichtig. Jedoch sind durch den Kauf der Entschlüsselungshardware (Receiver oder CI+Modul) die ersten drei Monate kostenfrei. Zum Empfang benötigt wird ein neuartiger DVB-T2-Receiver. Sowohl die alten externen DVB-T-Empfangsgeräte als auch in ältere Fernseher integrierte Lösungen lassen sich nicht auf DVB-T2 umstellen.

Satelliten-Anlage

"Wer diese Kosten dann doch scheut, sollte sich überlegen, auf Satelliten-Fernsehempfang umzustellen", sagt Markus Thier von Euronics Thier an der Straße Im Dahläckern. Nach Meinung des Experten würde das einmalig Kosten für eine Vier-Teilnehmer-Anlage in Höhe von 500 bis 700 Euro verursachen.

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