Stever-Lippe-Passage

Vorstand des Lippeverbandes befürwortet Stever-Lippe-Passage

Eine Initiative engagiert sich für einen Radweg parallel zum Recklinghäuser Damm entlang des Lippeufers. Jetzt erhielt sie prominente Unterstützung für ihr Vorhaben.

Eine 30 Mitglieder starke Bürgerinitiative setzt sich für einen etwa 400 Meter langen Radweg ein, der Papenbrückstraße und Wasserwerkstraße verbinden könnte: die Stever-Lippe-Passage. Er wäre sowohl unter Tourismusaspekten als auch aus Sicherheitsgründen eine sinnvolle Ergänzung der Halterner Radwegenetzes, finden sie.

Gegenargumente kamen aber vom Kreis Recklinghausen, der Unteren Naturschutzbehörde. Sie führt Naturschutz und Hochwasserschutzargumente an

und besteht auf einem Prüfungs- und Gutachterverfahren, dass die Realisierung langfristig verzögern und möglicherweise viel Geld kosten würde. Die Stadt Haltern hat eine Machbarkeitsstudie angekündigt.

Alles nicht nötig, findet die BI. Das Naturschutzgebiet bleibe unberührt. Die Böschung werde nicht angetastet. Zwischen Naturraum „Böschung“ und „Aue“ bleibe der Ökoraum intakt. Auch der Hochwasserschutz werde nicht beeinträchtigt.

Ortstermin mit Prof. Uli Paetzel

Eine positive Rückmeldung erhielt die BI jetzt von Prof. Uli Paetzel. Der Vorstandsvorsitzende des Lippeverbandes sah sich bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bürgerinitiative das Areal auf einer Radtour an. „Auf der Tour von Hamm-Bossendorf zur Wasserwerkstraße Richtung blaues Klassenzimmer konnte er sich ein eigenes Bild von der sehr schlechten Radwegesituation rund um die Recklinghäuser Straße machen“, schreibt Martin Bendieck für die Initiative.

Die Idee eines Rad- und Fußweges am Fuß des Recklinghäuser Damms finde Prof. Paetzel grundsätzlich sehr gut, bestätigt der Lippeverband. Kreis und Stadt müssten hier jetzt prüfen, wie der Weg möglich gemacht werden könne. Der Lippeverband steht dem Vorhaben, neue und bessere Radwege zu bauen, positiv gegenüber. Durch den Weg würden die Steveraue und das blaue Klassenzimmer, das der Lippeverband eingerichtet hat, besser an die Radwege an Lippe/Kanal und Haard angebunden.

Radwege zwischen Emscher und Lippe verbinden

Lippeverband und Emschergenossenschaft möchten die Radwege zwischen Emscher und Lippe bis hin zu blauen Klassenzimmer verbinden. Daher wäre die Stever-Lippe-Passage vorbehaltlich rechtlicher Prüfungen der zuständigen Behörden mit einem großen Potenzial zu sehen, so der Vorstandsvorsitzende.

„Obwohl sich quasi alle Parteien im Stadtrat für die Stever-Lippe-Passage ausgesprochen haben, verzögert sich die Umsetzung, weil ein rund 100 m langer Abschnitt am Naturschutzgebiet Lippeaue verläuft. Wir hoffen durch die zusätzliche Unterstützung des Lippeverbandes bestehende Bedenken ausräumen zu können“, schreibt Martin Bendieck für die Bürgerinitiative.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter