Vorwurf: Unternehmer hinterzog 3,6 Millionen Euro

Prozess in Essen

Die Zahlen sind schwindelerregend: Ein Unternehmensberater aus Haltern soll unfassbare 3,6(!) Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Sein Spezialgebiet war das Geschäft mit Glücksspielgewinnen und Gutscheinen. Seit Mittwoch steht er in Essen vor Gericht.

HALTERN

29.07.2015, 11:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vorwurf: Unternehmer hinterzog 3,6 Millionen Euro

Der 56-Jährige soll laut Anklage 3,6 Millionen Euro hinterzogen haben.

Haltern, Österreich und Panama: Es ist nicht leicht, die internationalen Geschäftsverbindungen des 56-jährigen Unternehmers nachzuvollziehen. Wer seinen Namen im Internet eingibt, findet ihn vor allem im Umfeld betrügerische Callcenter-Firmen. Um Betrug geht es vor dem Essener Landgericht allerdings nicht. 

Anklage: Keine Steuererklärungen abgegeben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Unternehmensberater aus Haltern vor, jahrelang keine Steuererklärungen abgegeben zu haben. Im Prozess geht es um Umsatz-, Einkommens- und Gewerbesteuer. Dass zu wenig Steuern gezahlt wurden, steht fest. Gefeilscht wird aber wohl noch um die Höhe.

Wie es heißt, will der Angeklagte einräumen, rund 740.000 Euro Umsatzsteuern hinterzogen zu haben. Im Gegenzug hofft er auf eine Bewährungsstrafe. Das Gericht hat bereits signalisiert, dass das möglich sein könnte. Mit einem Urteil ist voraussichtlich im August zu rechnen.

Handel mit teuren Autos

Der Angeklagte soll mit seinen Firmen am Telefon Gewinnspiele angeboten haben. Außerdem hat er laut Anklage mit teuren Autos gehandelt. 

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