Wann sind wir endlich da?

Haltern Das letzte Drittel der Sommerferien in NRW bricht heran. Viele Eltern verbringen die 14 Tage mit ihren Sprösslingen an entfernten Orten, der See oder in den Bergen.

20.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum kann Papa auf der Autobahn das Gaspedal durchtreten, kommt von der Rückbank die Frage: "Wann sind wir denn endlich da?" Dann ist es gut, wenn die Eltern mit Bedacht geplant haben.

Kiara (5) und Alina (2) haben immer ihre Lieblingsplüschtiere dabei. Hund und Micky Mouse lenken schon einmal eine Weile ab von der monotonen Autofahrt. Pixi-Bücher und Bibi Blocksberg vom Band lassen Papa Kai Gerlach am Lenkrad entspannen. Mutter Martina greift hin und wieder zu Proviant. Äpfel, Weintrauben und Käsebrötchen halten die Kinder bei Laune. "Fahren wir sehr lange Strecken, starten wir allerdings nachts", verrät Martina Gerlach mit Blick auf die Kleinste der Familie.

Viele Picknickpausen

Viele Pausen und Picknicks planten Heinz und Gabi Eichstaedt ein. Sie sind bereits Großeltern und erinnern sich gern: "Die Wolkenformen haben wir benannt, Autokennzeichen erraten..." Und Bibi und Benjamin - die gab es damals auch schon.

Erzieherin Marie-Theres Ide vom St. Maria Magdalena-Kindergarten in Flaesheim rät, zumindest zeitweise aktiv zu werden: "Fingerspiele, Singen, Rätselraten, Buchstaben und Zahlen der Kennzeichen lesen und Geschichten erzählen - dann vergeht die Zeit ganz schnell".

Fingerspiele

Kartenspiele seien für größere Kinder gut. Mechthild Noch (St. Laurentius-Kindergarten) schwört auf die Zaubertafel: "Der Stift ist angebunden, er kann nicht herunterfallen". Sonja Kurzke und Petra Grote-Westrich vom St. Antoniuskindergarten in Lavesum setzen Worte und Finger ein. "Ich packe meine Koffer" oder "Schnick, schnack, schnuck" begeistern Kinder immer wieder.

Zwar hält inzwischen auch die elektronische Unterhaltung Einzug ins Auto - via DVD oder Gameboy - die Spieleindustrie hat aber gerade Neuheiten für die Reise parat. "Magnettafeln mit Ritterburg, Schloss oder Piratenschiff sind der Renner", verrät Nina Ronzeck von "Pro Büro und Kopier GmbH". "Die kleinen Figuren fallen garantiert nicht runter." Daneben werden häufig Handarbeiten nachgefragt. "Vor allem Mädchen haben Spaß an Stickkarten." Wenn Mal- und Rätselblöcke im Gepäck sind, sollten die Eltern darauf achten, dass die Stifte nicht runterfallen können. ela

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