Was bedeutet eigentlich Weihnachten? - Halterner Schüler finden ungewöhnliche Antworten

rnWeihnachtsrevue

Alle zwei Jahre laden die Halterner Realschüler zu Weihnachtsmarkt und Weihnachtsrevue ein. Dabei geht es nicht nur besinnlich zu.

Haltern

, 18.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was bedeutet eigentlich Weihnachten? Stress und Hektik oder Besinnlichkeit und Gemeinsamkeit? Mit dieser Frage wurden die Besucher der Weihnachtsrevue der Alexander-Lebenstein-Realschule in diesem Jahr konfrontiert. Im Foyer wurden sie von den Schülern gebeten, ihre Antworten auf Zettel zu schreiben, die später in Auszügen in der Aula vorgelesen wurden.

Für die Schule bedeutet die Weihnachtszeit alle zwei Jahre zunächst mal einen großen Organisationsaufwand. In diesem Rhythmus stellen Lehrer und Schüler (zum Teil unterstützt von Eltern) einen Weihnachtsmarkt im Foyer und eine Revue in der Aula zusammen.

Dabei werfen die Schüler manchmal besinnliche, manchmal ironische und manchmal auch kritische Blicke auf die Zeit rund um Weihnachten.

Das ganze Jahr ein bisschen Weihnachten

Dass es schöner wäre, wenn das ganze Jahr Weihnachten wäre, fanden Schüler der Klasse 7a. Sie beobachteten vom Saturn aus das Treiben auf der Erde. Weihnachten schien alles friedlich zu sein, aber dann herrschten wieder Einsamkeit, Streit und Krieg auf der Welt. Ein bisschen Weihnachten das ganz Jahr könnte da eine Lösung sein, fanden sie.

Im szenischen Gedicht der 7c brennt am Ende nicht nur der Baum, sondern das ganze Haus und die Feuerwehr muss anrücken. So wünscht sich sicher niemand das Weihnachtsfest. Und die 5f wirft ein eher düsteres Bild in die Zukunft: 2070 gibt es kein Weihnachten mehr, und was ein Baum ist, wissen die Kinder schon längst nicht mehr.

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Weihnachtsrevue in der Realschule

Alle zwei Jahre laden die Halterner Realschüler zu Weihnachtsmarkt und Weihnachtsrevue ein.
18.12.2019
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Saskia und Zoe hatten zusammen mit Claudia Growe-Josfeld unter anderem Engel und Glückspilze gebastelt.© Jürgen Wolter
Dier Klasse 6b präsentierte einen Song und ein szenisches Spiel© Jürgen Wolter
Die Schulbands (hier die Allstars) sorgten wieder für Höhepunkte im Programm.© Jürgen Wolter
Der Schulchor "Sneak Out" überzeugte unter anderem mit "Wind of Change"© Jürgen Wolter
Der Schulchor "Sneak Out" überzeugte unter anderem mit "Wind of Change"© Jürgen Wolter
Die 7b sang "Santa Clause is Coming into Town"© Jürgen Wolter
10b, 10f und die Line Dancer tanzten Felice Navidad© Jürgen Wolter
Die 5f ließ den ganzen Weihnachtsbaum abbrennen© Jürgen Wolter
Die 5b folgte dem Stern über Bethlehem© Jürgen Wolter
Die Six Teens traten gegen Ende der Revue auf© Jürgen Wolter
Der Schulchor Sneak Out setzte den Schlusspunkt mit "Wonderful Dream"© Jürgen Wolter
Julia, Lena, Sarah und Finn aus der 10a sammelten die Antwortkarten der Besucher und bestückten damit eine Pinnwand.© Jürgen Wolter

Chöre und Bands

Tragende Säulen der Weihnachtsrevue waren auch in diesem Jahr wieder die Chöre und Bands der Alexander-Lebenstein-Realschule. Sie werden von Astrid Strege und Tonbias Rudolf betreut, die auch das Gesamtprogramm koordiniert hatten. Musikalisch ging’s mal rockig, mal swingend und mal weihnachtlich zur Sache.

Der Weihnachtsmarkt liegt jeweils in der Verantwortung von „Marktmanager“ Michael Sinder. Hier präsentieren die Klassen selbst Gebasteltes und viele Leckereien zur Weihnachtszeit. Waffeln oder die knusprigen selbst gebrannten Mandeln waren ebenso im Angebot wie ein Büchermarkt, für den Schüler, Lehrer und Eltern gut erhaltene Bücher spendeten, die immer eine prima Geschenkidee abgeben.

Revue hat viele Fans

Der Erlös aus Revue und Weihnachtsmarkt fließt im kommenden Jahr in schulinterne Projekte. Für Schulleiter Frank Cremer ist die Weihnachtsrevue auch immer ein Abschluss des Jahres. „Wenn die Weihnachtsrevue ansteht, dann stellt sich auch bei mir ein Gefühl von Weihnachten ein“, so der Realschulleiter, der sich besonders darüber freute, dass die Aula wieder bis auf den letzten Platz besetzt war. „Ich sehe hier auch Eltern, deren Kinder schon lange die Schule verlassen haben und die dennoch gern die vorweihnachtliche Stimmung hier an der Schule genießen.“

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