Was der TuS Haltern gemacht hat, ist für die Natur eine Katastrophe

Meinung

Für das aktuelle Mannschaftsfoto schickt Oberligist TuS Haltern seine Spieler und Mitarbeiter auf eine geschützte Fläche in einem Halterner Naturschutzgebiet. Ein Unding, findet unser Autor.

Haltern

, 02.09.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Naturschutzgebiet Westruper Heide wird an vielen Orten auf bestimmte Regeln und Anweisungen zum Schutz der Natur hingewiesen.

Im Naturschutzgebiet Westruper Heide wird an vielen Orten auf bestimmte Regeln und Anweisungen zum Schutz der Natur hingewiesen. © Jürgen Wolter

Mit seinem Marketingkonzept will sich der TuS Haltern am See den Menschen in der Seestadt greifbarer machen. Der Slogan „Unser Star ist die Stadt“ macht deutlich: Egal ob Mindest-Quote von Spielern aus Haltern oder die gesteigerte Bedeutung von lokalen Werten und Bedürfnissen – der Fußball-Oberligist will ein Halterner Vorzeigeprojekt sein. Dieses Image hat nun Kratzer bekommen.

Denn durch die Fotoaktion in der Westruper Heide hat der TuS Haltern einem Bereich geschadet, der nicht nur für die Seestadt eine herausragende Bedeutung hat.

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Das bekannte Halterner Ausflugsziel ist das größte zusammenhängende Heidegebiet im Münsterland und Ruhrgebiet. Damit dieser für die Natur unbedingt benötigte Lebensraum erhalten bleibt, müssen wir uns alle an die dort geltenden Regeln und Anweisungen halten.

Dass der TuS seine Spieler für das Mannschaftsfoto abseits der erlaubten Wege auf geschützte Flächen schickte, war falsch. Besonders im Hinblick auf das sich selbst verpasste lokalpatriotische Image.

Wenn eine ganze Fußballmannschaft inklusive Trainern und Betreuern auf dem Gelände herum trampelt, ist das für die Natur alles andere als gut. Zumal die Senioren-Spieler durchaus eine Vorbildfunktion haben, wenn man an die Jugendteams denkt. Folgen sie dem prominenten Beispiel, wäre es für die Natur eine Katastrophe.