Wasser fließt in die neue Stadtmühlenbucht

Bagger macht Durchstich

Das 2-Stromland-Projekt mit den Wasserspielen in der Stadtmühlenbucht nimmt immer mehr Form an. Montagmittag wurde der erste Durchstich zu einem der beiden Mühlenbacharme gemacht. Einige interessierte Bürger verfolgten neben Vertretern von Stadt und Politik das Geschehen.

HALTERN

, 27.06.2016, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

So spektakulär wie im Vorfeld angekündigt, war die Angelegenheit dann aber doch nicht. Bereits vor einigen Tagen waren die vielen Pumpen abgestellt worden, die zuvor lange Zeit das Grundwasser von der Baustelle ferngehalten hatten. Die Folge: Im neu angelegten Mühlenweiher hatte sich das Grundwasser in den vergangenen Tagen sichtbar angestaut.

Bedenken von Anwohnern

Als der Baggerführer um kurz nach 12 Uhr die Schaufel seines tonnenschweren Gefährts ins Erdreich drückte, um an einem der beiden Mühlenbacharme den Durchstich zu vollziehen, hatte der Mühlenweiher seinen Pegel fast schon vollständig erreicht. Das Wasser schoss daher nicht wie erwartet in eine leere "Badewanne", sondern ins schon gut gefüllte Becken. "Der zweite Durchstich wird mit Fertigstellung der Pontonbrücke in zwei bis drei Wochen erfolgen. Dann ist der Mühlenweiher zwischen den Wasserterrassen und der Grünen Insel fertig", erklärte Joachim Reck, der zuständige Landschaftsarchitekt.

An der tiefsten Stelle erreicht der neue Mühlenweihers eine Wassertiefe von etwa 4,50 Metern. Die Bedenken von Anwohnern, die befürchten, dass sich im Sommer das Wasser im Weiher stauen und umkippen könnte, teilt Joachim Reck nicht. "Das Wasser wird hier wie in einem Kreislauf zirkulieren", erklärte er auf Anfrage.

Im Oktober wird das Projekt am Nordufer des Stausees voraussichtlich fertig sein, danach beginnt die Stadt mit dem Ausbau der Strandallee. Sie soll den Charakter einer Promenade erhalten.

Bereicherung für die Stadt

Bundestagsabgeordnete Rita Stockhofe (CDU) zeigte sich begeistert von dem Projekt: "Es wird den Bereich hier deutlich aufwerten und nach Fertigstellung eine Bereicherung für die Stadt als Naherholungsgebiet darstellen", so die Abgeordnete auf Anfrage.

Besucher können in der neu gestalteten Stadtmühlenbucht künftig in Wassersimulationen beispielsweise lernen, wie die Filtereigenschaften der Halterner Sande bei der Trinkwassergewinnung genutzt werden. Das Wassermodell wird die Besucher einladen, das 2Stromland, den etwa 6000 Hektar großen Landschaftsraum zwischen den Flüssen Stever und Lippe, spielerisch zu erkunden.

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