Weaning-Zentrum der Lungenklinik Ruhrgebiet Nord in Haltern zertifiziert

Sixtus-Hospital

Das Weaning-Zentrum zur Beatmungsentwöhnung des KKRN-Klinikverbundes wurde jetzt zertifiziert - ein Standort befindet sich auch in Haltern. Damit schließt sich eine Lücke.

Haltern

30.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Team und der medizinische KKRN-Geschäftsführer Dr. Andreas Weigand (12. v. l.) freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung des Weaning-Zentrums.

Freuen sich mit ihrem Team und dem medizinischen KKRN-Geschäftsführer Dr. Andreas Weigand (12. v. l.) über die erfolgreiche Zertifizierung des Weaning-Zentrums: Chefärztlicher Leiter Dr. Lars Heining (8. v. l.), Dr. Norbert Holtbecker (10. v. l.) und Dr. Hermann Thomas (11. v. l.), Chefärzte der Lungenklinik Ruhrgebiet Nord, und Dr. Stefan Matzko (5. v. l.), stellvertretender Leiter des Zentrums sowie leitender Oberarzt. © Ralf Pieper

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie lehrt: Künstliche Beatmung rettet Leben. Doch häufig verlernen Patienten dadurch das Luftholen. Ihnen fällt es schwer, sich wieder vom Beatmungsgerät zu entwöhnen – um erneut selbstständig atmen zu können. Ihnen dabei zu helfen, hat sich der Chefarzt der Lungenklinik Ruhrgebiet Nord, Dr. Lars Heining, gemeinsam mit seinen Chefarzt-Kollegen Dr. Norbert Holtbecker und Dr. Hermann Thomas, zur Aufgabe gemacht.

Unter der Leitung von Dr. Heining wurde das Weaning-Zentrum zur Beatmungsentwöhnung im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus und Halterner St. Sixtus-Hospital zertifiziert – von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Damit gehört der KKRN-Klinikverbund zu den zwei einzigen Weaning-Zentren in Deutschland, die über eine Zertifizierung an zwei Standorten verfügen.

Multiprofessionelles Team wird benötigt

Doch welche Patienten benötigen überhaupt eine künstliche Beatmung? „Vorrangig Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD“, berichtet der Chefarzt. „Aber auch Menschen, die durch Alter oder Krankheit geschwächt sind, gewöhnen sich nach einer OP oder einen Unfall schnell daran“, weiß der 44-Jährige. Dann folgt auf die Gewöhnung eine Entwöhnung.

Dafür braucht es ein multiprofessionelles Team: Von geschulten Pflegekräften, Fachärzten, Atmungs-, Physio- und Ergotherapeuten über Logopäden bis hin zu Psychotherapeuten und Seelsorgern.

Mit der geprüften Qualität der zertifizierten Weaning-Abteilung schließt der KKRN-Klinikverbund, zu dem die Lungenklinik Ruhrgebiet Nord gehört, eine Lücke in der regionalen sowie überregionalen Versorgung. „Vor allem in Richtung Nordwesten gab es bisher kein solches Zentrum und somit keine Plätze zur Entwöhnung von einer Langzeitbeatmung“, erläutert der Chefarzt. Patienten mussten oft viele Kilometer weit verlegt werden. Das war nicht nur für sie selbst, sondern auch für Angehörige belastend.

13 Beatmungsplätze stehen zur Verfügung

Dadurch, dass den Patienten insgesamt 13 Beatmungsplätze in der hochmodernen Dorstener und Halterner Abteilung zur Verfügung stehen, werden zusätzlich die Wartezeiten verkürzt. Mehr Informationen zum KKRN-Klinikverbund erhalten Interessierte auf der Homepage www.kkrn.de sowie auf dem Facebook- und Instagram-Kanal.

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