Weiter warten auf Spatenstich für Altenheimneubau

Alloheim

Der für diesen Sommer angekündigte Baustart für das Altenheim der Alloheim Seniorenresidenzen GmbH in Sythen steht nach wie vor nicht fest. Wie die Stadt bestätigte, ist noch kein Bauantrag für das Projekt in der Bauverwaltung eingegangen.

HALTERN

, 29.05.2015, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weiter warten auf Spatenstich für Altenheimneubau

Eine Visualisierung der Alloheim-Pläne.

Im März war in einer Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses der erste Spatenstich für den Sommer angekündigt worden.

Nach Auskunft der Verwaltung befindet sich das Verfahren dennoch im „grünen Bereich“, denn laut Vertrag mit der Alloheim-Gruppe muss diese bis zum 30. Juni einen Bauantrag eingereicht haben. Erst wenn diese zeitliche Frist überschritten wird, muss das Unternehmen eine Vertragsstrafe zahlen.

Diese kann nach Informationen der Redaktion bis zu 250.000 Euro betragen. Die Stadt habe keine Zweifel daran, dass Alloheim und das Halterner Architekturbüro Rotthäuser den Vertrag erfüllen werden, erklärte Anette Brachthäuser, Fachbereichsleiterin in der Bauverwaltung.

Zustimmung und Enttäuschung

Ähnlich äußerten sich auch die Fraktionsvorsitzenden der Parteien, die sich für den Investor Alloheim entschieden hatten. „Das Projekt liegt voll im Zeitplan“, sagte Franz Schrief (CDU). „Kein Grund zur Aufregung“, erklärte Michael Zimmermann. Der Grünen-Chef hatte gemeinsam mit zwei weiteren Grünen-Ratsmitgliedern für Alloheim gestimmt.

Die Gegner reagierten dagegen enttäuscht. „Wir wundern uns, dass immer noch kein Bauantrag eingereicht wurde“, teilte Beate Pliete (SPD) mit. Ludwig Deitermann (WGH) machte deutlich, dass die Fristsetzung im Vertrag mit Alloheim auf die Initiative der WGH zurückgehe. „Wir sind uns sicher, dass der Baustart bereits erfolgt wäre, wenn sich die Mehrheit für die Bewerber Ursula Eskes und Winfried Kersting entschieden hätten“, bekräftigte Kai Surholt (FDP).

Noch kein Termin

Such an anderer Stelle ist das Verfahren noch nicht entscheidend weitergekommen. So liegt bei der Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen noch kein schriftlicher Genehmigungsantrag vor. Danach wird auch noch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Pläne prüfen. „Das kann wegen der bevorstehenden Sommerpause einige Wochen dauern“, ließ ein LWL-Sprecher wissen.

Den Bauantrag wird die Verwaltung trotzdem annehmen. Geprüft würden von der Stadt nur die bauordnungsrechtlichen Fragen, so Anette Brachthäuser. Für die Abstimmung mit der Heimaufsicht sei das Unternehmen Alloheim zuständig.

Aus Termingründen standen Magdalena und Rainer Rotthäuser nicht für Fragen zur Verfügung.

Schnellverfahren: Mit der Begründung, man könne den Nachbarn im Sythener Neubaugebiet nicht weiteren verspäteten Baulärm zumuten, wurde das Projekt 2014 in großer Eile durch die politischen Gremien gepeitscht. Ursprünglich sollte der Baustart bereits im Frühjahr 2015 erfolgen, wurde dann aber auf den Sommer verschoben. Die Mitbewerber Ursula Eskes und Winfried Kersting (Lambertusstift in Lippramsdorf) hatten erklärt, ihr Projekt sei so weit vorbereitet, dass der Baustart zügig erfolgen kann.

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