Weitere Planungen hängen von laufendem Verfahren ab

Neuer Forensik-Standort

Das Gesundheitsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen vermag nicht zu sagen, wann die Maßregelvollzugsklinik in der Haard auf dem alten Zechengelände fertig sein wird. Bis zum Jahr 2020 definitiv nicht.

HAMM-BOSSENDORF

, 21.06.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weitere Planungen hängen von laufendem Verfahren ab

Berkwerksbrache des ehemaligen Schachts Haltern I/II in der Harrd zwischen Marl-Sinsen und Haltern. Forensikstandort. Foto: Torsten Janfeld 20131016

"Die weiteren Planungen sind unter anderem abhängig von dem Fortgang des bergbaulichen Abschluss-Betriebsplanverfahrens", sagte gestern Ministeriumssprecher Christoph Meinerz auf Nachfrage der Halterner Zeitung.

Umfangreiche Arbeiten

Dabei handelt es sich um ein Verfahren zwischen dem derzeitigen Grundstückseigentümer, der Ruhrkohle AG, und der zuständigen Bergbau-Aufsichtsbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg. "Umfangreiche Arbeiten sind erforderlich, bevor das Gelände in der Haard für eine Forensik genutzt werden kann", so Meinerz. Erst dann seien weitere Verfahrensschritte, wie etwa die Beantragung eines Bauvorbescheides, sinnvoll.

Gerüchte

Zwischenzeitlich kursierten Gerüchte, das NRW-Gesundheitsministerium schwenke wieder auf den zunächst genannten Standort, Auguste Victoria 9 in Lippramsdorf, um. Diese Überlegungen gibt es nicht, betonte Meinerz. Die Landesregierung hat 2012 den Bau von fünf neuen Maßregelvollzugseinrichtungen beschlossen, darunter auch in Haltern. Der Bau einer Klinik mit 150 Plätzen kostet rund 45 Millionen Euro.

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