„Wichtig ist mir die Digitalisierung auch vor Ort“

Dr. Andres Schützendübel (FDP)

Nach einem Jahr der eher passiven Mitgliedschaft wurde Dr. Andres Schützendübel im Januar 2016 als Beisitzer in den erweiterten Vorstand des FDP-Stadtverbandes Marl gewählt. Andres Schützendübel möchte die Eigenverantwortung des Einzelnen in den Mittelpunkt der Politik stellen, ohne dabei die Verantwortung für die Gemeinschaft zu vernachlässigen.

HALTERN

18.09.2017, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Wichtig ist mir die Digitalisierung auch vor Ort“

Dr. Andres Schützendübel

Das bin ich privat:

Nach einem Studium der Forstwissenschaften in Göttingen und der Promotion war ich mehrere Jahre als Wissenschaftler tätig. Über Stationen wie die Ruhr-Universität Bochum und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gelangte ich nach Münster, wo ich heute als Abteilungsleiter das Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen aufbaue. Meine Frau und ich wohnen seit fünf Jahren in Marl. Während des Studiums habe ich intensiv Triathlon betrieben. Laufen und Radfahren sind auch heute noch meine Hobbys. Ich engagiere mich in der FDP, weil liberales Denken und der Mut, die Freiheit zu verteidigen, nötiger sind denn je.

Diese drei Ziele möchte ich für Haltern erreichen:

Wichtig ist mir die Digitalisierung, die als Standortfaktor auch für die lokale Wirtschaft in Haltern, die vom Mittelstand geprägt ist, immer bedeutender wird. Die Stadt muss finanziell entlastet und damit wieder handlungsfähig gemacht werden. In der Vergangenheit wurden der Stadt Aufgaben übertragen, zum Beispiel die Umsetzung auf den Betreuungsanspruch im Kindergarten, ohne sie genügend finanziell auszustatten. Außerdem sind Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Auch hier müssen die Kommunen in ihrer Entscheidungsfähigkeit gestärkt werden. Vor Ort weiß man beispielsweise am besten, welche Schulform notwendig ist.

Hier hat meine Partei unrecht:

Die FDP hat sich zu lange auf den Wirtschaftsliberalismus konzentriert und ist in der Folge darauf reduziert worden. Dieser stellt aber nur eine Facette dar. Wir haben uns außerdem als Partei zu lange einer unteren Lohngrenze verweigert. Es muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Arbeit einen Mindestwert hat. Auch als ungelernter Arbeiter muss ich von meinem Lohn leben können. Liberalismus heißt nicht, dass alle Entwicklungen dem freien Spiel der Kräfte unterworfen sind. Wir müssen entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

So werbe ich um Stimmen:

Wir sind als Partei digital aufgestellt. Ich mache mit bei Facebook und Twitter. Privat bin ich kein Freund dieser Medien. Mir ist der persönliche Kontakt zu den Menschen wichtig. Ich glaube, das zieht auch im Wahlkampf am Ende am meisten. Ich denke, im direkten Gespräch kann ich die Menschen am besten überzeugen. Auf so viele verschiedene Menschen zu treffen, ist für mich eine gute Schule. Bei den Zusammentreffen mit Bürgern nehme ich wahr, dass die Leute nach dem Landtagswahlkampf im Frühjahr müde sind. In unserer schnelllebigen Zeit ist es darüber hinaus schwierig, sich zu orientieren. Das gilt auch für mich als Politiker.

Dr. Andres Schützendübel wurde am 15. April 1968 in Reinbek geboren und ist Verwaltungsleiter.

 

 

Dafür sollte der Bund kein Geld mehr ausgeben:

Ich bin gegen den ungesteuerten Ausbau der Windenergie und gegen ihre Subventionierung. Die Windenergie rechnet sich für den, der einspeist, sowieso schon. Die Subventionierung ist nicht marktwirtschaftlich. Generell sollten wir Subventionen gezielter einsetzen und beispielsweise in der Landwirtschaft nicht in die Massenproduktion investieren, sondern in eine vernünftige Produktion, die natürlich aufwendiger ist. Am Ende werden sich die Landwirte durchsetzen, die neue Ideen umsetzen und Eigeninitiative zeigen.

Mein Traumjob in der Bundesregierung:

Ich könnte mir den Posten eines Wissenschaftsministers vorstellen, da ich bereits als Referent einen Minister begleitet habe und meine Erfahrungen einbringen könnte. Ich würde mich außerdem gerne mit einer schlagenden Idee der Gesundheits- und Rentenpolitik zuwenden und parteiübergreifend zusammen mit Querdenkern an Lösungen arbeiten. In meinem Wahlkampf setze ich das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Dabei geht es auch darum, wie unser Leben in Zukunft aussieht.

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