Wie würden Sie den Satz „Ohne Corona hätte ich nie...“ beenden? © Jürgen Wolter (A)
Ohne Corona hätte ich nie ...

Wie die Corona-Pandemie die Halterner beeinflusst hat – und zwar positiv

Corona hat uns alle aus unserem Alltag gerissen - was auch positive Auswirkungen haben kann. Halterner berichten von Liebesbeziehungen und neuen Berufungen, die es ohne Corona nicht geben würde.

Puzzeln, Steine bemalen, Bananen-Brot backen, die Netflix-Serie „Tiger King“ an einem Nachmittag gucken – viele Beschäftigungen wurden durch die Corona-Pandemie so richtig beflügelt. Denn der immer wiederkehrende Lockdown und Kurzarbeit haben so einiges auf den Kopf gestellt und uns Entscheidungen treffen lassen, die wir sonst nicht getroffen hätten.

Das kann durchaus positiv sein, wie ein Aufruf auf unserer Instagram-Seite gezeigt hat. Viele Rückmeldungen auf den Satz „Ohne Corona hätte ich nie…“ haben unsere Redaktion der Halterner Zeitung erreicht. Wir haben die schönsten Antworten zusammengefasst.

„Ohne Corona hätten wir uns nicht so gut kennenlernen können“

Durch Kontaktbeschränkungen haben wir sicherlich nicht so viele neue Leute kennengelernt, wie es sonst möglich gewesen wäre. Dadurch können aber auch schon bestehende Beziehungen deutlich intensiviert werden. Ein Halterner schreibt, dass er ohne die Pandemie keine Freundin hätte.

Genau wie eine 17-jährige Halternerin (Name der Redaktion bekannt), die ihren Freund sonst vielleicht auch kennengelernt hätten, aber „wenn Corona nicht gewesen wäre, hätten wir uns nicht so gut kennenlernen können, da wir einfach nicht wirklich die Zeit dazu gehabt hätten“, erzählt sie.

Denn schon vorher kannten sich die zwei über gemeinsame Freunde, haben sich auch gelegentlich im Zug gesehen. „Als die Schulen dann schließen mussten, haben wir uns öfter mal am Testzentrum gesehen und irgendwann dann auch miteinander gequatscht“, sagt die 17-Jährige. „Danach haben wir uns regelmäßig geschrieben und da man durch Corona viel Zeit alleine zu Hause verbracht hat, konnten wir uns gut kennenlernen und haben gemerkt, dass wir uns mega gut verstehen.“

Mittlerweile ist das junge Liebespaar seit 1,5 Jahren zusammen. „Jetzt, wo alles wieder relativ normal ist, sind wir beide auch wieder sehr verplant. Wir hätten gar nicht die Zeit gehabt so viel schreiben zu können, wenn damals alles normal gewesen wäre.“

Wegen der Corona-Pandemie den Job gewechselt

Auch die berufliche Laufbahn wurde bei vielen durch die Pandemie durcheinander geworfen. Die Halternerin Miriam schreibt uns auf Instagram, dass sie ohne Corona nie ihren Job gewechselt hätte. Genau wie Kimberly, die durch die Pandemie beruflich wieder angefangen hat zu zeichnen. Einige der Angebote in Haltern gibt es nur wegen Corona, wie zum Beispiel Halterner Kinder, die sich ebenfalls auf unseren Aufruf gemeldet haben.

Eine Instagram-Userin hat durch die Corona-Pandemie etwas Grundlegendes gelernt. Melina schreibt, dass sie gemerkt hat, wie wichtig es ist raus zu gehen. Gemerkt hat die Halternerin das vor allem, als der Lockdown anfing und die Schulen geschlossen wurden. Deswegen ist sie jeden dritten Tag mit ihrer Freundin spazieren gegangen.

„Durchs Homeschooling saß man auch sehr viel vorm Bildschirm und das Spazieren und frische Luft schnappen haben wir einfach nur noch genossen und wertgeschätzt“, erzählt die Schülerin.

„Einen Zeitpunkt, wo mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, gab es auch. Das hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass ich keine Übersicht mehr hatte über meine Hausaufgaben und diese öfter mal vergessen habe. Es fing an besser zu werden, als ich tatsächlich Homeworkouts gemacht habe und Spazieren gegangen bin.“

Plötzlich hatten viele Halterner Zeit für Dinge, die sie sonst nicht gemacht hätten. Wie zum Beispiel für neue Hobbys wie Fußball oder Nähen. Aber auch der Keller wurde entrümpelt, wie bei einer Rückmeldung auf unseren Aufruf zu erfahren war.

Wie würden Sie den Satz „Ohne Corona hätte ich nie…“ beenden? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an redaktion@halternerzeitung.de.

Über die Autorin
Volontärin
In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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