Tote Rehe im Wald: Hundebesitzer müssen Rücksicht nehmen

Meinung

Durch die Coronapandemie sind deutlich mehr Spaziergänger in den Wäldern unterwegs, viele mit ihren Hunden und mit manchmal schlimmen Konsequenzen, die mancher nicht für möglich hält.

Haltern

, 31.05.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Setzzeit sind Reh- und Damwild besonders gefährdet.

In der Setzzeit sind Reh- und Damwild besonders gefährdet. © picture-alliance/ dpa

Zwei getötete Rehe fand ein Halterner Jagdpächter rund um Pfingsten in seinem Revier. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass größere Hunde dafür verantwortlich sind. So zumindest sehen das die Jäger und auch Forstbeamte. Wölfe können in dem entsprechenden Revier wohl ausgeschlossen werden.

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Es ist kein neuer Konflikt. Hundebesitzer sind über diese Anschuldigungen nicht glücklich, wehren sich gegen pauschale Verurteilungen. Einige werfen den Jägern vor, die Tiere ja auch zu töten. Aber sie quälen sie nicht. Ihre Aufgabe ist auch die Hege und Pflege des Waldes und seiner Bewohner. Viele Hundebesitzer werden auch schon selbst erfahren haben, dass ihr Hund, der sonst gut hört, plötzlich nicht wiederzuerkennen ist, wenn er eine Fährte im Wald aufgenommen hat. Plötzlich ist er weg, und was dann passiert, kann niemand kontrollieren. Da ist der Jagdinstinkt manchmal einfach stärker. Die Konsequenzen für das Rehwild sind schlimm, wie qualvoll ein Tier verenden kann, möchte man sich nicht vorstellen. Gerade in der Setzzeit sind sie besonders gefährdet.

Die wachsende Zahl der Waldspaziergänger in Coronazeiten hat das Problem noch verstärkt. Um so mehr gilt es, Rücksicht zu nehmen und mögliche Konsequenzen nicht außer acht zu lassen. Nur Hunde, die wirklich kommandosicher sind, sollten frei auf den Wegen laufen.

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