Wildblumenwiese und Baumpflanzung: Es blüht und grünt im Westuferpark

rnHalterner Sommernachtstraum

Eine Wildblumenwiese und kleine Bäume sprießen inzwischen im Westuferpark. Zwei Projekte der letzten Jahre entfalten jetzt ihre Wirkung.

Haltern

, 04.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wildblumenwiese im Westuferpark macht ihrem Namen alle Ehre. Sie steht zurzeit in volle Blüte und bietet vielen Bienen und Schmetterlingen willkommene Nahrung. Die Ausgleichspflanzung der Gelsenwasser AG wurde erneuert und beginnt zu sprießen.

Vor eineinhalb Jahren starteten der Natur- und Vogelschutzverein Haltern, die Stadt Haltern und Landwirt Daniel Elting im Westuferpark das Projekt „Halterner Sommernachtstraum“. Das Ziel: Die Fläche unter den Obstbäumen sollte in eine blühende Wiese verwandelt werden, wie sie früher häufig anzutreffen waren und inzwischen sehr selten geworden sind.

30 Blühpflanzenarten nachgewiesen

„Obwohl wir erst im zweiten Jahr sind, ist der Wandel schon beeindruckend,“ sagt jetzt Dr. Markus Holt, Projektleiter vom Natur- und Vogelschutzverein: „Im Moment präsentiert sich die Wiese als buntes Blütenmeer und wird von vielen Schmetterlingen und Wildbienen besucht. Wir konnten 30 verschiedene Blütenpflanzen nachweisen, das ist nach so kurzer Zeit schon beeindruckend.“

Besucher bittet Dr. Holt, sich die Pracht von den Wegen aus anzusehen: „Die Wiese reagiert empfindlich auf Betreten, deshalb können Besucher zum Erfolg beitragen, wenn sie nicht in die Wiese laufen.“

Für die nächsten Jahre erwartet er eine weiter zunehmende Artenzahl und damit eine noch buntere Wiese. „Das Projekt läuft super, und wir sind der Stadt und Daniel Elting sehr dankbar für die reibungslose Kooperation“, so Dr. Holt.

Seit Beginn des Jahres 2020 wird die Wiese nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Um die Aussaat hatte sich der Natur- und Vogelschutzverein gekümmert. Landwirt Daniel Elting kann das Mähgut behalten.

„Die Grünflächen im Park waren vorher nur gemäht worden, dann blieb das Mähgut liegen und wurde schnell unansehnlich. Ich habe seinerzeit überlegt, wie man das ändern kann“. Die Wiesenfläche beträgt rund 10.000 Quadratmeter.

Ausgleichspflanzung wurde erneuert

Die Ausgleichspflanzung im Westuferpark musste von Gelsenwasser erneuert werden.

Die Ausgleichspflanzung im Westuferpark musste von Gelsenwasser erneuert werden. © Jürgen Wolter

Als Ausgleich für gerodete Flächen am Stausee, in die der Segelclub Stevertalsperre eingezogen ist, hatte außerdem 2019 die Gelsenwasser AG im Westuferpark auf 1000 Quadratmetern Ausgleichsfläche eine Baumpflanzung vorgenommen, die im vergangenen Jahr stark unter der Hitze und Trockenheit gelitten hatte.

Leider haben die Bäume den trockenen Sommer 2019 nicht überlebt. Im März dieses Jahres wurden deshalb insgesamt 850 neue Bäume und einheimische Gewächse gepflanzt, darunter vor allem Traubeneichen und Vogelahorn, aber unter anderem auch Haselnuss, Weißdorn und Hartriegel. „Sie werden jetzt bei Bedarf gewässert“, sagt Heidrun Becker, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG.

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